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AUFGEFALLEN

 

29.08.2020 Soll das den Rassismus bekämpfen?

Willkommene Unterstützung unseres Beitrags vom 06.07.2020 zum gleichen Thema:

Schaller in SZ 29.08.2020

Wolfgang Schaller

Karl Marx wird abgesetzt und das Zigeunerschnitzel verboten und der Mohr hat seine Schuldigkeit getan. Kriege, Pandemien und Klima bedrohen die Welt, aber die größte Bedrohung ist zurzeit die Mohrenstraße, deren Umbenennung in Berlin als historisches Fanal gegen Rassismus gefeiert wird. Meine Eltern hatten mir Nachkriegskind eine Negerpuppe geschenkt als Zeichen der Völkerverständigung. Auf meinem Kindergeburtstagstisch lag das Buch über die freche Göre Pippi Langstrumpf, die ihren Papa stolz Negerkönig nennt. Und bald entdeckte ich meine Liebe zum Theater bei Franz Moor und dem Mohren von Venedig.
Tut mir leid, es ist irgendwas schiefgelaufen: Ich bin kein Rassist geworden. In Astrid Lindgrens Buch heißt nun der Negerkönig Südseekönig. Und der Negerkuss heißt Schokokuss. Meinetwegen kann er auch Schaumbeutel mit Migrationshintergrund heißen und der österreichische Schokopudding nicht mehr Mohr im Hemd, sondern Farbiger im Schlüpfer.
Die Sprachpolizisten können auch noch Schwarzfahrer umbenennen in Weißmacher. Aber im Schwarzwald sitzt kein Schwarzer, und in der Zigeunersoße sitzen auch keine Sinti und keine Roma. Man möge das Zigeunerschnitzel umbenennen in Nichtsesshaftes Balkanschnitzel. Aber, Freunde der politischen Korrektheit: Es wird davon nicht besser. Denn Wörter sind nicht rassistisch. Menschen sind rassistisch. ...

Vollständigen Beitrag lesen in SZ 29.08.2020

 

 

29.08.2020 Info-Brief des Vereins Deutsche Sprache (VDS)

U.a. zu

Unser Deutsch - Mohr

Ist Mohr ein fremdenfeindliches Wort? Das behaupten eifrige Sprachreiniger und verlangen die Tilgung in den Namen von Apotheken, Straßen, Institutionen und Produkten. Zwei Fragen sind zu beantworten, eine allgemeine und eine spezielle: Hilft die Meidung diskriminierender Wörter, eine tatsächliche Diskriminierung im Alltag zu mindern oder zu beseitigen? Die Debatte um Neger und Rasse (das N-Wort und R-Wort) zeigt: Wo ein Wort an Verbrechen, an Diskriminierung, an Missachtung aus jüngster Vergangenheit erinnert, bedeutet seine Benutzung ein Ja zu diesen Taten. Eine Meidung dieser Wörter ist ein Signal der Ächtung solcher Taten, solcher Haltung. Sie kann soziales und politisches Handeln nicht ersetzen, aber anmahnen.

Die spezielle Antwort ist sprach- und kulturgeschichtlich. Fast 100 Apotheken in Deutschland führen den Mohr im Namen, in Nürnberg seit dem Jahre 1578, in Bayreuth seit 1610, in Erlangen seit 1696. Oft dient ein schwarzer Kopf, zuweilen mit Äskulapstab und Spezereien, als Logo dieser traditionsreichen Apotheken. Warum? Das Wort ist seit dem frühen Mittelalter bezeugt, wohl entlehnt aus griechisch Мαύρος ‚Bewohner der nordafrikanischen Provinz Mauretanien‘, seit dem 16. Jahrhundert in der Bedeutung ‚Mensch mit dunkler Hautfarbe‘ geläufig. Ende des 17. Jahrhunderts wird Mohr zunehmend durch Neger, entlehnt aus französisch nègre, ersetzt. Heute ist es aus dem aktiven Wortschatz verschwunden, lebt nur im historischen Kinderbuch, in der Heraldik, vor allem im Namen von Apotheken, Straßen, Hotels und Gaststätten fort. Einige Mohrenstraßen gehen vermutlich auf den Namen einer Mohrenapotheke zurück, so wie viele Straßen nach Wirtshäusern benannt sind.

Warum aber schmückten sich Apotheken mit einem Mohren im Namen? Es ist die Zeit der Entdeckungen, des aufkommenden Fernhandels, der Wiederentdeckung der Antike, auch orientalischer Medizin und Pharmazie. Mauretanien war damals berühmt als Herkunft neuartiger Arzneimittel wie Gummi arabicum und Ambra, von exotischen Früchten und Gewürzen. Mit dem Abbild des Mohren rühmte sich die Apotheke als Heimstätte morgenländischer Heilkunst. Es ist also völlig abwegig, diese mit kolonialer Ausbeutung späterer Jahrhunderte in Verbindung zu bringen.

Auch Othello, der edle venezianische Feldherr, dem Shakespeare um 1600 ein melodramatisches Denkmal setzte, lässt sich kaum mit der neueren Kolonialgeschichte verknüpfen. Eher schon der Mohr in Friedrich Schillers republikanischen Trauerspiel Fiesco. Viele Fürsten leisteten sich damals einen Mohren in ihrer Dienerschaft, Ausdruck ihrer Weltläufigkeit und ihres Vermögens. Bei Schiller hat die bekannte Sentenz, mit welcher der Mohr im 3. Akt die Bühne verlässt, einen gesellschaftskritischen Anspruch: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan – so zitieren wir heute –, der Mohr kann gehen“. Wollen wir uns diesen leisen Protest nehmen lassen?
Horst Haider Munske

Der Autor ist Professor für Germanistische Sprachwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Vereins Deutsche Sprache e.V. Ergänzungen, Kritik oder Lob können Sie schicken an:

 

25.07.2020:     Info-Brief des Vereins Deutsche Sprache (VDS)

U.a. zum

Gendern – so angenehm wie das Bohren beim Zahnarzt

Uwe Vorkötter geht mit seinem Kommentar Gendern bis der Zahnarzt kommt bei Horizont hart mit dem Deutschlandfunk in Gericht. Die Empfehlung des Radiosenders, bei Sendungen offensiv zu gendern, zum Beispiel durch die Einfügung von Pausen vor einem -innen oder durch die ständige Nutzung beider Formen (Zuschauerinnen und Zuschauer), stehe dem positiven Hörempfinden entgegen. Die Grammatik sei zu einem Kulturkampf geworden, das generische Maskulinum forciere die Ungleichheit von Mann und Frau. Vorkötter erwartet, dass der Deutschlandfunk seinen Hörern in einer Sprache begegnet, die sie selbst auch sprechen: „Kommunikation auf Ohrenhöhe gewissermaßen.“ (horizont.net)

 

 

18.07.2020:     Info-Brief des Vereins Deutsche Sprache (VDS)

U.a. zum

Genderwahn der Justiz

Rechtstexte in Sachsen

Es ist schon ein paar Jahre her, dass der Jurist Paul Kirchhoff den Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache erhielt. In seiner Dankesrede sprach der frühere Verfassungsrichter von einem Auftrag an seinen Berufstand „das Recht möge im Bemühen um Sachlichkeit, Verläßlichkeit, Nachvollziehbarkeit nicht die Allgemeinverständlichkeit verlieren, nicht die werbende Kraft für Rechtsideale einbüßen, das Recht nicht in eine zu große Distanz zum Rechtsvolk bringen‟.

In Sachsen vergreifen sich Juristen aktuell an der Sprache in Gesetzen und Verordnungen. Diese sollen nach dem Willen der Justiz- und Gleichstellungsministerin Katja Meier gendersprachlich umformuliert werden. „Mit einer geschlechtergerechten Sprache wird eine andere Sicht auf die Welt geschaffen, in der Männer eben nicht nur die prototypische Erstbesetzung sind‟, so die Ministerin. Susanne Köhler, Chefin des Deutschen Juristinnenbundes in Sachsen wiederholt die oft gehörte Klage, wo nur die männliche Form verwendet wird sei „das ‘mit gemeint’ doch diskriminierend.“ Oliver Baer vom VDS warnt im MDR davor, die Sprache zu verballhornen, zum Beispiel „was schon in Rechtstexten steht: Radfahrende und Autofahrende. Der Bürger empfindet das als lächerlich und das ist gefährlich. Denn an sich sollte er die Rechtstexte ernst nehmen und nicht darüber schmunzeln.‟ (mdr.de, kulturpreis-deutsche-sprache.de)


 

15.07.2020:            Gendern müsste man können, ...

                                     ... aber man scheitert schon bei der Anrede:

 

Eine schweizer Verwaltung schrieb an die Mitarbeiter:

 

Betreff: WG:  XYZ Versionenwechsel 20.0.3


Liebe Software-User

Lieber Software-Userinnen

 

Der Versionenwechsel im XYZ-System ...

Gendern nachmachen und mit Denglisch angeben ist totale Überforderung. Deshalb seinlassen!

 


11.07.2020:     Info-Brief des Vereins Deutsche Sprache (VDS)

U.a. ein Beispiel für

Denglisch

Verwirrung auf dem Spielfeld

Im Fußball sind Anglizismen keine Seltenheit – Keeper, Referees und Pressing sind dafür nur einige wenige Beispiele. Verantwortlich sind dafür oft Journalisten, manchmal auch die Trainer. Julian Nagelsmann, der die Leipziger Mannschaft trainiert, sprach kürzlich davon, für die kommende Saison einen „Holding Sixer“ sowie einen „Box-To-Box-Player“ verpflichten zu wollen. Gemeint sind damit ein zentral defensiver Mittelfeldmann sowie ein offensiv orientierter Zentrumsspieler. Die englischen Begriffe sind zwar kürzer – aber verständlicher wäre es wohl, wenn man beim Deutschen bliebe. Weitergehend sprach Nagelsmann von „Gaps“ statt Lücken und davon, dass der Verein Vorgaben habe, was das „Financial Fairplay“ angehe.

Weitere Inhalte im Brief siehe hier


 

09.07.2020   dpa-Meldung in der Sächsischen Zeitung (gekürzt):

 

Frauen werden bald in Gesetzen genannt.

Sachsen will seine Rechtssprache künftig geschlechtergerechter formulieren. In Getzen und Rechtsverordnungen soll nicht nur die männliche Version verwendet werden. Die Sprache in unseren Gesetzen sei noch immer von einer Zeit geprägt, in der Frauen und Männer nicht die gleichen Rechte hatten. - Bisher wurden in Sachsen nur das generische Maskulinum verwendet. Prof. Walter Krämer (Vorsitzender des VDS) teilte mit: " Dass ein Justizministerium sich über Regeln der amtlichen Rechtschreibung hinwegsetzt, ist schon ein starkes Stück." Wer die Sprache so entstellen müsse, sei weit von der Lösung echter Geschlechterprobleme entfernt.

 

Dazu die Meinung unseres Klubmitglieds Reingard Böhmer:

 

Bravo, Prof. Krämer! In Zeiten der Pandemie stellt sich nun heraus, dass die Frauen die dreifache Last in der Familie und Gesellschaft zu tragen haben (Schule mit den Kindern, Haushalt, eigener Arbeitsplatz, noch immer niedrige Entlohnung in den noch immer vorwiegenden Frauenberufen). Das alte Rollenspiel der Frau in der Gesellschaft wirkt immer noch bzw. hat wieder Einzug gehalten. Da interessieren die Frauen keine Wortspiele der Justiz, um die notwendige Gleichberechtigung und Akzeptanz in der Sprache von Gesetzen, sondern, wie schaut die Gleichberechtigung wirklich aus. Das ist meine Meinung als Frau, Großmutter und Urgroßmutter.


 

06.07.2020 Soll das den Rassismus bekämpfen?

Mohrenstraße

U-Bahnstation wird umbenannt

Zu diesem und ähnlichen Vorgängen schreibt Diethold Tietz:

Kaum zu glauben, aber wahr: die rotrotgrüne Berliner Sprachpolizei hat die 
Umbenennung der U-Bahnstation "Mohrenstraße" durchgepeitscht!
Die Mohrenstraße selbst wird demnächst wohl auch daran glauben müssen. Da 
kann man womöglich das peinliche russischlastige Versehen korrigieren. Wie 
wäre es mit "Donald-Trump-street"?

Lesen Sie dazu auch im Infobrief des VDS vom 11.07.2020


 

02.07.2020:      Gender-Nonsens

 

Diethold Tietz macht sich "ernsthaft" Sorgen:

 

Es ist kaum zu fassen: Noch immer sind auf deutschen Straßen ausschließlich Notarztwagen mit männlicher Beschriftung unterwegs. Ganz zu schweigen von der Kennzeichnung auf der Dienstkleidung des ärzlichen Personals. Wird es nicht höchste Zeit, diesen unhaltbaren Zustand zu verändern? Müssten nicht endlich die Fahrzeuge den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden? Die Flotte der Notarztfahrzeuge sollte je nach aktueller Besatzung um die Geschlechter weiblich und divers erweitert werden. Der notwendige Zusatzbedarf an Fahrzeugen und dessen prozentuale Verteilung auf "W" und "D" ist durch ein profiliertes Gender-Institut in einer umfassenden Studie zu ermitteln, und natürlich großzügig zu finanzieren.
 

Juni 2020:         Rasse und Rassismus

 

 Vereinsmitglied Dr. Albrecht Balzer äußert sich zum Thema mit folgenden Thesen:

- Die Verwendung des Begriffs "Rasse" ist kein "Rassismus"!

- Bei den Säugetieren und der Gruppe der Primaten, zu denen wir
gehören, gab es schon immer Untergruppen, die man "Rassen" nennt, und
die gibt es auch jetzt noch.
.

- Es gibt keine höher- oder minderwertige Rassen, das behaupten nur Rassisten.

- Rassismus ist auch heute noch weltweit verbreitet, der "weiße Rassismus", besonders in den USA ausgeprägt, sticht dabei hervor.

- Das bloße Entfernen des Wortes "Rasse" aus dem Sprachgebrauch und speziell aus dem Grundgesetz schafft den Rassismus nicht ab.

 

Den vollen Wortlaut lesen Sie bitte hier

 
Genderisierte Hymne

Unser Vereinsmitglied Albrecht Balzer spießt in einem Kommentar zu Pressemitteilungen (s. dort) von Anfang März 2018 den Gender-Wahn auf. Hier einige Auszüge:

 

... Die ranghöchste Gleichstellungsbeauftragte unseres Landes hat eigentlich genug zu tun, um real mangelhafte Gleichberechtigung (Berufschancen, Löhne etc.) einzuklagen bzw. Verbesserungen zu fordern. Was macht sie stattdessen? Sie fordert Änderungen im Text der Nationalhymne, nämlich “Heimatland” statt “Vaterland” und “couragiert” (!?) statt “brüderlich”....

 

... Wenn man diese Faxen weiterdenkt, müsste man auch den Ausgangstext der Europahymne ändern, die Zeile “Brüder – über´m Sternenzelt muss ein lieber Vater wohnen” hieße dann “Geschwister – über´m Sternenzelt müssen liebe Eltern wohnen” (!?)...

 

... Und was wird aus dem bekanntesten christlichen Gebet “Vaterunser”?? Also bleiben wir lieber gleich beim (manchmal recht problematischen) “Vaterland” und bei unserer derzeit sehr problematischen “Muttersprache”. ...

Sternchenschwemme - Kommaflaute

Im August 2019 von Rudolf Erler in einer an verschiedenste Vereine geschickten Einladung gesehen:
Abonnenten von E-Post von der Gruppe "Bautzen bleibt bunt" erhielten diese E-Post von

 

Andrea Spee-Keller
Gleichstellungs- und Frauenbeauftragte, Bautzen:
Infp - Mädchenarbeit sucht Engagierte!

 

Fachstelle für Mädchen*arbeit und Genderkompetenz der Landesarbeitsgemeinschaft Mädchen und junge Frauen in Sachsen e.V.

 

Liebe Frauen*, gemeinsam mit … sind wir als Fachstelle Mädchen*arbeit und Genderkompetenz grade dabei eine Veranstaltung ... in Dresden zu planen, zu der wir sachsenweit einladen möchten. Der Arbeitstitel lautet "Begegnungsforum" und es soll um Mädchen* und Frauen* in der sächsischen Migrationsgesellschaft gehen. Wir möchten Frauen* mit und ohne Migrationsgeschichte, welche sich für die Themen interessieren oder selbst bereits engagieren zusammenbringen, uns etwas näher kennenlernen, voneinander hören und miteinander ins Gespräch kommen. Hierzu soll es neben Vorträgen, Thementischen und kulinarischen Leckereien auch eine Art "Lebendige Bibliothek" geben in der Frauen* von sich berichten können. Nun sind wir auf eure Mitarbeit und eure Netzwerke angewiesen und fragen:

Gibt es in euren Kreisen eine Frau* mit Migrationsgeschichte, eine Frau* of colour vielleicht, die sich im Bereich Mädchen*arbeit engagiert und Lust hätte sich am 01. September für eine solche Bibliothek zur Verfügung zu stellen?

 

Auf Nachfrage erklärt die Fachstelle für Mädchenarbeit:

Mädchen* meint alle, die sich als Mädchen fühlen. Es meint DICH mit deiner Persönlichkeit! Mädchen ohne * zeigt die Norm, also das, was die Gesellschaft von dir erwartet!

Verstanden hab ich die Erklärung zwar nicht, aber als einfühlsamer Mann könnte ich mich doch mal als Mädchen* fühlen und hingehen. Ob ich meine "Persönlichkeit" mitbringen darf?


Ach was!

Hörgerät

Prof. Wolfgang Holle
in Görlitz gesehen


Bodenhaltung

Prof.Wolfgang Holle bei Netto gestaunt. 


bonbon

Ein saures Sprachbonbon!

zoo

Wenn man's wörtlich nimmt!

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Liebe Sprachfreunde


“plötzlich und unerwartet” schwebte mir heute die Sächsische Ehrenamtskarte ins Haus. Dafür bedanke ich mich ganz besonders bei den beiden (?) vorständlichen Anstiftern. Mein großes Dankeschön gilt natürlich all unseren Mitgliedern, die durch ihr vielfältiges aktives (und auch passives) Mitwirken dazu beitrugen, dass der Verein in meiner Person dieser Ehrung würdig ist. Bekanntlich wurde inzwischen zwei unserer Mitglieder diese Ehre zuteil. Rudi Erler wurde von seinem Heimatverein vorgeschlagen, aber seine Tätigkeit im SRK ist natürlich ebenso aller Ehren wert!

 

Mit dankbaren Grüßen

Diethold Tietz

ehrenamt


DER OBERBÜRGERMEISTER BAUTZEN

Sehr geehrter Herr Tietz,

 

etwa 250 Vereine und Interessengemeinschaften sind in der Stadt Bautzen tätig und stehen in den unterschiedlichsten Bereichen den Bürgerinnen und Bürgern als Ansprechpartner zur Verfügung. Egal, ob im sozialen Gebiet, zu Umweltfragen, in Kultur- und Kunstbelangen oder in der Kinder- und Jugendarbeit -Vereine sind eine sehr wichtige Stütze des gesellschaftlichen Lebens. Das ehrenamtliche Engagement liegt mir auch persönlich sehr am Herzen.

 

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz hat den Kommunen mit der Ehrenamtskarte ein Instrument in die Hand gegeben, mit dem wir uns bei den Menschen bedanken können, die sich für andere aufopfern und mit ihrem persönlichen Einsatz das Vereinsleben aufrechterhalten. Sachsenweit haben sich Einrichtungen gefunden, die Inhabern der Ehrenamtskarte freien Eintritt oder andere Vergünstigungen gewähren.

 

Das finde ich eine tolle Sache. In Bautzen haben sich übrigens das Museum Bautzen, der Saurierpark, das Spreebad und das Röhrscheidtbad Gesundbrunnen bereit erklärt, auf Eintrittsgelder zu veaichten und damit ein kleines Dankeschön für Menschen im Ehrenamt auszusprechen. Im Deutsch-Sorbischen-Volkstheater sowie dem Sorbischen Museum gelten ermäßigte Eintrittspreise. Frauen und Männer, die uneigennützig Veranstaltungen organisieren, junge Menschen trainieren oder im Verein den ,,Papierkram" erledigen, sollen auf diese Weise erfahren, wie sehr ihre Tätigkeit geachtet wird.

 

Ich bedanke mich hiermit persönlich für Ihren Einsatz und darf Ihnen als Anerkennung die Ehrenamtskarte des Freistaates Sachsen überreichen. Bitte nutzen Sie die vielen sächsischen Angebote und bleiben Sie den Menschen in unserer Stadt noch lange erhalten.

 

Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen

Christian Schramm


Beethoven als früher Pornograph

gefunden von Prof.Wolfgang Holle, Suhl

 

beethoven


Deutsch für Könner

Mit Kommentar von Marion Schleyer, SRK Bautzen

 

konkrete_Ansage

konkrete Ansage         

gute_Information_beabreitet

gute Information

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Mehr geht nicht!  

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... zum Fressen gern?

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Lust auf Schingen, Singen und Tomten?

Soo_gesund_bearbeitet

Sooo gesund!     

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Ich nehme die 3,90 €.

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und in die Unterlippe

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Mein Bikini hat keine Haare. Armer Axel!

Greypfrut_bearbeitet

Liegt Greypfurt bei Frankfurt?

Kalbleber_bearbeitet

  Möchte Putenkeule vom Rehrücken!

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Voll kraß Alder, kauf isch !

Beamtendeutsch war auch früher schon schwer zu verstehen

Ohne Kommentar, aufgespürt von Marion Schleyer, SRK Bautzen 18.10.2010 

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Viel Spaß mit Beamtendeutsch

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Spendenaufruf

Nicht nur unser SRK-Stammlokal, sondern auch Familie Balzer in Zittau -Sie zählen zu unseren aktivsten Mitgliedern- sind vom Hochwasser betroffen: Wohnung, Auto und Garten nahmen Schaden. Balzers danken für das von uns ausgesprochene Mitgefühl. Zugleich möchten sie auf zugedachte Spenden verzichten, da sie glücklicherweise hinreichend versichert sind.


Anders die Spree-Pension: Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens 50.000 EUR. Wegen der Nähe zur Spree fand sich keine Versicherung zum Vertragsabschluß bereit. Wir berichteten bereits von einer ersten Spende, die Rudi Erler spontan und aus eigener Tasche im Namen des SRK übergab. Nun bitten wir Sie, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten um eine Spende.. Wir wollen damit sowohl einen Teil des Vorschusses an R. Erler zurückzahlen, als auch nach Möglichkeit den Betrag für die Spree-Pension aufstocken:

 

Stichwort: Hochwasserspende
Konto-Inhaber: Spachrettungsklub Bautzen
Bei der Kreissparkasse Bautzen
BLZ: 855 500 00
Kto-Nr.: 100 002 9332

 

Pressenotiz: Dank des Pensions-Chefs

Sprachretter helfen

Die Bautzener Spree-Pension, Stammlokal des Sprachrettungsklubs, war heftig vom August-Hochwasser betroffen. Anläßlich eines Benefiz-Konzerts überreichte Rudi Erler im Namen des SRK eine Geldspende an den Besitzer, Thomas Frenzel. Sein tatkräftiger Einsatz, unterstützt von zahlreichen Helfern und vielfacher materieller Unterstützung trugen dazu bei, dass Hotel und Gaststätte inzwischen wieder den Betrieb aufnehmen konnten


"Lesescouts" - Ministerielle sprachliche Missgeburt!

"Lese-Botschafter", das verstehen Deutsche wohl nicht? Für Engländer mag es "Botschafterbeleidigung" bedeuten. Dabei ist es doch eine wunderbare Sache!

 

Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung, Donnerstag, 25. Juni 2009


Daimler-Schule für Leseprojekt ausgezeichnet

Bautzen. Sachsen Kultusminister Roland Wöller (CDU) zeichnete gestern die acht pfiffigsten Lesescouts in Sachsen aus. Dazu gehören auch junge Leser der Daimler-Mittelschule in Bautzen. Im September 2006 hatten das Kultusministerium und die Stiftung Lesen das Projekt „Lesescouts“ gestartet. Damit waren alle Mädchen und Jungen der fünften bis achten Klassen von Mittel- und Förderschulen aufgerufen, sich als Botschafter für das Lesen zu melden. Lesescouts sind Schüler, die selbst gern lesen und andere Kinder und Jugendliche mit ihrer Lesebegeisterung anstecken möchten. Mit kreativen Aktionen rund um Bücher, Vorlesestunden oder persönlichen Buchtipps zeigten sie, das Lesen spannend ist und Spaß macht. (SZ) (Rechtschreibfehler wurden aus der Zeitung mit übernommen)


Leserbrief zu "Daimler-Schule für Leseprojekt ausgezeichnet" ( SZ 25.06.09,S. 15)
Es ist schön, daß in weltweiten Krisenzeiten immer noch Hoffnungsschimmer aufleuchten: Unsere Kinder lesen wieder oder immer noch - ja, sie stecken ihre Altersgenossen gar mit diesem wunderbaren Virus an. Glückwunsch an die siegreichen Daimler-Schüler! Dank auch denen, die dazu die Anregung gaben. Welcher Teufel jedoch die Kultus-Ministeriellen und die "Stiftung Lesen" geritten hat, diese lobenswerte Initiative mit der sprachlichen Mißgeburt "Lesescouts" zu diffamieren, bleibt allen Menschen ein Rätsel, die ihre Muttersprache lieben.


Diethold Tietz, Bautze


Deutsche Sprache schon abgewählt?

Deutsche Sprache schon abgewählt?


Eventomanie

30.01.2009 - Leserbrief an Sächsische Zeitung, Lokalredaktion Bautzen zu "Bautzener Unternehmen halten an Flugplatzplänen fest" ( SZ 30.01., S 15) Auszug s. u. Es ist wünschenswert, daß das jahrzehntelange Flugplatz-Hickack endlich ein glückliches Ende findet. Warum die aktiven Unternehmer jedoch in einem Wort zwei Sprachen panschen, verstehe wer will. Bleibt zu hoffen, daß sie noch zur sprachlichen Vernunft zurückfinden. Zu gerne würde ich den geplanten Erlebnispark besuchen. In einen Eventpark hingegen kriegen mich keine zehn Pferde.


Diethold Tietz, Bautzen

Freitag, 30. Januar 2009 - (Sächsische Zeitung), Bautzener Unternehmen halten an Flugplatzplänen fest Von Heiko Engel Der Landkreis will die Betreibergesellschaft in den kommenden Tagen europaweit ausschreiben. Die Interessengruppe Flugplatz Bautzen (IFB) hält an ihren Plänen für den Flugplatz fest. Die in der IFB zusammengeschlossenen Unternehmer wollen aus der ehemaligen NVA-Piste einen "Flug- und Eventpark" machen. Die IFB ist schon einmal mit einem Betreiberkonzept gescheitert.…


Fußballfieber ohne falsches Englisch

Zu „ Fußball-Aktion für guten Zweck zum Auftakt der EM“, 5.6., S. 15, schreibt Diethold Tietz aus Bautzen:

 

Das Fußballfieber wird die häufigste Infektion der folgenden Wochen sein. Ein Vermieter von Großleinwänden beantragte 2007 beim Deutschen Patent- und Markenamt den dummdeutschen Begriff „Public Viewing“ als Wortmarke einzutragen. Diesen Sprachpanschern war wohl entgangen, dass man im USA-Englisch damit die öffentliche Aufbahrung eines Verstorbenen bezeichnet. Wie wohltuend, dass sich die SZ nicht dieser Schimpansensprache unterwirft, sondern vom „gemeinsamen EM-Gucken“ spricht!


Denglisch und kein Ende? Es muss nicht immer Pseudo-Englisch sein, wenn man sich vom allgemeinen Sprachgebrauch abheben will. Die sogenannte Jugendsprache hat da Einfälle, die auch uns Sprachrettern besser gefallen. 


"Gutes Englisch gefragt für den Einsatz im Ausland"

Sächsische Zeitung, 18.12.2006, Seite 18

 

Bildtext: "Der geschäftsführende Gesellschafter der Lautaer Firma, Volker Reier, sieht durch einer frei bewegliche einer Spezialvitrine für Münzen." (Soll heißen: ...durch eine frei bewegliche Lupe vor einer Scheibe einer Spezialvitrine ...) Ob der Bildtexter(JuLi?) sich nicht doch erst mal um gutes Deutsch bemüht?

 

Diethold Tietz, Bautzen


Am Ball bleiben!!

Attacke auf das dumme "WM-Denglisch", 25.7.2006

 

30 Tage Fußballweltmeisterschaft - wir waren stolz auf unser Land, unsere Mannschaft, unsere Fahne. Wir zeigten Flagge - im wahrsten Sinn des Wortes! Jetzt lasst uns endlich auch für unsere bedrohte deutsche Muttersprache Flagge zeigen!

 

Solche sprachlich völlig unsinnigen Sprüche wie "Fairplay on the Autobahn" und "It´s your Heimspiel" gehören auf den Müll. Liebe Freunde! Zeigt Flagge für gutes Deutsch und bleibt weiter am Ball!

 

Dr. Albrecht Balzer, Zittau


Als Deutschtümler diffamiert

Sächsische Zeitung, 1. Juli 2006, Seite 6

 

Flaggen, Besen, BHs und andere lebenswichtige Kaufangebote in unseren Landesfarben sind wohl weder Ausdruck von Nationalismus noch von echter Fußballbegeisterung. Sie sind ein Zeichen vom Schizophrenie der heutigen Blödeleigesellschaft. Wehrt man sich gegen den massiven US-amerikanischen Verdrängungswettbewerb, der unsere Sprache und Kultur bedroht, wird man als Deutschtümler (und schlimmer) diffamiert. Wir haben wohl gegenwärtig wichtigere Identitätsprobleme, als Fahnen zu schwenken bzw. auszuhauchen.

 

Diethold Tietz, Bautzen


Vorbildliches

Die Franzosen verlassen den Saal

 

Brüssel. Auf dem EU-Gipfel ist es gestern Abend beim Vortrag des Präsidenten der Europäischen Arbeitgeber Unice zu einem Eklat gekommen. Der Franzose Ernest-Antoine Seilliere hielt seinen Beitrag in Englisch, woraufhin die französische Delegation, angeführt von Staatspräsident Jacques Chirac, aus Protest den Saal verließ. Außenminister Philippe Douste-Blazy und Wirtschafts- und Finanzminister Thierry Breton folgten ihm.

 

Erst nachdem Seilliere seinen Vortrag beendet hatte, kamen sie zurück. In Delegationskreisen hieß es, Chirac habe ein Zeichen für die französische Sprache setzen wollen... Hoffentlich verhalten sich die vielen anderen Delegationen, wie die Finnen, die Norweger, die Polen ... ähnlich "vorbildlich", dann könnte man in Brüssel zurück bauen und viel Geld einsparen! - Konnte mir diese Bemerkung nicht verkneifen, überhaupt wenn man weiß, dass über 30 % des EU-Etats für Übersetzungen und Drucklegungen in den versch. Sprachen verwendet würden, nur deshalb, um die 'Zeichen' zu setzen - Reiner

 

SZ, 24.03.2006


Berliner Skandal

Wie bereits berichtet, haben wir kürzlich gemeinsam mit der „Deutschen Sprachwelt“ alle Bundestagsabgeordneten in persönlich adressierten Schreiben um ein Bekenntnis zu unserer Muttersprache gebeten. Von vier Fraktionen gehen die ersten Antworten ein. Die SPD-Fraktion hingegen ließ uns ohne Angabe von Gründen wissen, dass sie die Schreiben nicht verteilen wird, ein klarer Fall von Zensur. Die SPD-MdB werden daran gehindert, sich mit einem wichtigen Bürgeranliegen zu befassen und eigene Entscheidung zu treffen. Protestieren auch Sie gegen diese Verletzung demokratischer Grundrechte! Bitten Sie auch Ihre SPD-Wahlkreisabgeordneten, vom SPD-Fraktionsbüro die Aushändigung ihrer Post zu verlangen!


Und noch ein Beitrag von Dr. Albrecht Balzer aus Zittau - Mitglied des Sprachrettungsklubs

Weiterverbreitung ausdrücklich erlaubt und gewünscht

 

Wider die gottlosen deutschen Säue, die da in fremden Zungen grunzen

Diese Schrift ist in gutem alten Deutsch verfasset, herzhaft und offen, auf dass sich die dengeländischen Narren und Bösewichter mögen darüber grämen und zu Tode fressen. Denn so spricht der Herr: Du sollst in deinem Lande mit deinesgleichen die Sprache des gemeinen Mannes reden, der deines Stammes ist, und nicht Mund und Zunge widerlich verrenken und fremde Laute grunzen wie eine übel-riechende Sau. Ist der Text, den Du verfasset hast, gut deutsch gerichtet, kann ein jeglicher in unserem Vaterland 3 oder 4 Blätter lesen, stößet nicht einmal an, wird nicht gewahr, welche dengeländischen und Max-Donaldischen Klötzer voller „cool events“, „ top highlights“ und „cheeseburgers“ da gelegen waren – bevor Du sie aus dem Weg geräumet. Es ist gut pflügen, wenn der Acker gereinigt ist.

 

So verstehet denn und merket: Wer da will gut und klar Deutsch reden, muss nicht die dengeländischen Schwätzer und Teufelsapostel in unserem Lande fragen, sondern die Mutter im Hause, die Kinder auf der Gasse und den gemeinen Mann auf dem Markt und denselbigen auf das Maul sehen, wie sie reden, und danach die Sprache bilden. So verstehen sie es denn und merken, dass man Deutsch mit ihnen redet. Und darüber sollen alle dengeländischen Esel toll und töricht werden.

 

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Beitrag von Dr. Albrecht Balzer aus Zittau

Weiterverbreitung ausdrücklich erlaubt und gewünscht

 

Rechenschaftsbericht über das 20. Jahrhundert – kurz, aber nicht schmerzlos:

Die Familie Wendehals – ein deutsches Drama in 6 Monologen

1.Großvater Wilhelm von Wendehals – 1915 Berlin:

 

„Jroße Ehre jehabt. An der Westfront für Kaiser und Reich vawundet worden. Verfolje seitdem im Heeresbericht, wie Kameraden welsches Jesocks mit deutscher Jründlichkeit zum Teufel jagen. Hatte übrigens bei letzter Sedanfeier jewaltijes Pech: Monokel in Kartoffelsalat jefallen. Situation jerettet: Salat mit ins Ooge jeklemmt. Trotzdem jab es noch peinlichen Zwischenfall: Spricht mich doch jewöhnlicher Jefreiter janz ungeniert an. Unjlaublich!! Für richtijen Offizier Seiner Majestät bejinnt Jattung Mensch erst beim Owerleutnant! - Mußte nun leida langjährijem Frollein Braut das Jawort erteilen und habe damit äußerst flottem Jungjesellenleben Valet jesacht. Jreulich, jreulich, kann ick Euch flüstan. Jestern jleich mit ehelichem Fejefeuer im Theata jewesen und Stück eines jewissen Schilla jesehn. Spielt in sojenannten Schweiza Alpen. Insjesamt unerträchlicher Quatsch - Zivilist schießt off Obst! - Heimaturlaub nun jottseidank bald zu Ende. Wunden abjeheilt. Losung des Tages: Helm ab zum Jebet und dann dem Franzmann und dem Tommy Saures jeben.“

 

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