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Satzung des Sprachrettungsklubs Bautzen / Oberlausitz e.V.

§ 1
Name und Sitz

(1) Der Verein heißt „Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz e.V.“.
(2) Der Verein hat seinen Sitz in Bautzen. Er ist im Vereinsregister Dresden unter der Nummer VR 31182 eingetragen.
(3) Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

 

§ 2
Zweck des Vereins

(1) Zweck des Vereins ist, zum Erhalt unserer Muttersprache, des wichtigsten Kulturgutes eines jeden Volkes, beizutragen. Insbesondere tritt er gegen den Verfall der deutschen Sprache, gegen „Fachjargons“ in Politik, Behörden und im sonstigen öffentlichen Sprachraum und die Verwendung überflüssiger Begriffe aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum ein. Dies schließt ausdrücklich eine hohe Wertschätzung aller Sprachen ein, insbesondere auch der sorbischen Sprache.
(2) Das angestrebte Ziel wird insbesondere erreicht durch:

a) Öffentlichkeitsarbeit und Einflussnahme auf eine aktive Sprachpflege im öffentlichen Raum, zum Beispiel durch Informationsstände zu regionalen und überregionalen Anlässen (Tag der Sachsen) und durch Vortragsveranstaltungen für unterschiedliche interessierte Zuhörerkreise,
b) Zusammenarbeit mit unseren EU-Nachbarn, insbesondere mit Bildungseinrichtungen, kulturellen Einrichtungen und Vereinen mit entsprechenden Zielstellungen,
c) enges Zusammenwirken mit den sorbischen Mitbürgern und Institutionen,
d) Zusammenarbeit mit deutschen Sprachvereinen,
e) Mitwirken am Erhalt der Kreisergänzungsbibliothek Bautzen,
f) öffentliche Würdigung beispielgebender Sprachleistungen von Personen und Einrichtungen, zum Beispiel durch Verleihung von Zertifikaten und Ausschreibung von Sprachpreisen für Kinder und Jugendliche.

(3) Der Verein wahrt parteipolitische Neutralität.
(4) Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

 

§ 3
Mitgliedschaft

(1) Mitglieder des Vereins können natürliche und juristische Personen werden, die die Vereinssatzung anerkennen und bereit sind, einen finanziellen Beitrag im Sinne der Beitragsordnung zu leisten. Für Personen unter 14 Jahren ist die schriftliche Einwilligung des Erziehungsberechtigten erforderlich. Das passive Wahlrecht setzt Volljährigkeit voraus. Die Mitglieder sollen zur Verwirklichung der Vereinsziele beitragen.
(2) Die Mitgliedschaft ist schriftlich beim Vorstand zu beantragen. (3)Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Gegen einen ablehnenden Bescheid kann der Antragsteller innerhalb von vier Wochen Einspruch erheben. Die endgültige Entscheidung darüber trifft die Mitgliederversammlung.
(4) Die Mitgliedschaft ist unabhängig vom Wohnort des Antragstellers.
(5) Es können regionale Untergruppen gebildet werden. Einzelheiten werden mit dem Vorstand vereinbart.
(6) Der Vorstand kann Ehrenmitgliedschaften verleihen.

 

§ 4
Organe des Vereins

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

 

§ 5
Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung ist das höchste beschlussfassende Organ des Vereins. Sie ist mindestens einmal jährlich durch den Vorstand einzuberufen. Sie ist zusätzlich einzuberufen, wenn dies von einem Drittel der Mitglieder beantragt wird. Die Einladung erfolgt durch E-Post, per Fax oder per Briefpost. Die Einladungsfrist beträgt mindestens zwei Wochen, sofern die Satzung keine andere Frist vorsieht.
(2) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn fristgemäß und ordnungsgemäß eingeladen wurde.
(3) Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Die Beschlüsse sind vom Vorstand schriftlich zu fixieren und zu archivieren.
(4) Die Mitgliederversammlung berät und beschließt über alle den Vereinszweck, seine Aufgaben und seine Organisation betreffenden Angelegenheiten, soweit sie diese nicht dem Vorstand überträgt oder durch die Satzung dem Vorstand übertragen sind.
(5) Über den Inhalt und die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist jeweils ein Protokoll anzufertigen. Es ist vom Vereinsvorsitzenden (bei Abwesenheit von einem Vorstandsmitglied) und dem Schriftführer zu unterzeichnen.
(6) Die Mitgliederversammlung ist bis zum 30.6. des Folgejahres durchzuführen.

 

§ 6
Vorstand

(1) Der Vorstand setzt sich zusammen aus dem geschäftsführenden Vorstand gemäß § 26 BGB (BGB-Vorstand) und bis zu fünf Beisitzern.
(2) Der BGB-Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dessen Stellvertreter und dem Schatzmeister. Jedes Mitglied des BGB-Vorstands vertritt den Verein allein nach außen.
(3) Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von drei Jahren gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand bleibt bis zur Neuwahl im Amt. (4) Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, sofern nicht in der Satzung andere Regelungen getroffen sind.
(5)Der Vorstand trifft seine Entscheidungen mit der Mehrheit seiner Mitglieder.
(6)Umlaufbeschlüsse per Telefon, Fax, Brief und E-Post sind zulässig.
(7)Vereinsmitglieder können auf Antrag an den Vorstandssitzungen teilnehmen.

 

§ 7
Wahlen, Abstimmungen

(1) Die Vorstandswahlen erfolgen offen, getrennt nach Vorsitzendem, Stellvertreter und Schatzmeister.
Die Beisitzer werden im Block gewählt. Widerspricht mindestens ein Wahlberechtigter der offenen Wahl, ist geheim zu wählen. Gewählt ist, wer die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen erhält. Die gewählten Amtsträger bestätigen die Annahme der Wahl gegenüber der Mitgliederversammlung.
(2) Sonstige Abstimmungen erfolgen offen, es gilt die absolute Mehrheit.
(3) Stimmberechtigt sind alle anwesenden Mitglieder, die ihren Mitgliedsbeitrag gemäß Beitragsordnung entrichtet haben.

 

§ 8
Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet

(1) mit dem freiwilligen Austritt. Dieser ist schriftlich gegenüber dem Vorstand zum Ende des Geschäftsjahres zu erklären.
(2) durch Ausschluss wegen grob satzungswidrigen Verhaltens. Der Antrag auf Ausschluss muss gegenüber dem Vorstand schriftlich mit Begründung erfolgen. Über den Antrag entscheidet die Mitgliederversammlung.
(3) bei rückständiger Beitragszahlung (mehr als ein Jahresbeitrag). (4) durch Tod einer natürlichen Person.
(5) durch Auflösung einer juristischen Person.
(6) Ausgetretene und ausgeschlossene Mitglieder verlieren alle Rechte an dem Verein. Ihre Verbindlichkeiten gegenüber dem Verein bleiben bei Erlöschen der Mitgliedschaft bestehen.

 

§ 9
Satzungsänderungen

(1) Anträge zu Satzungsänderungen sind dem Vorstand in Schriftform mitzuteilen. Antragsberechtigt ist jedes stimmberechtigte Vereinsmitglied.
(2) Über den Antrag entscheidet die Mitgliederversammlung gemäß § 5 (4) mit Dreiviertelmehrheit der Anwesenden.

 

§ 10
Verwendung der Vereinsmittel

(1) Mitgliedsbeiträge werden nach einer gesonderten Beitragsordnung erhoben. Die Beitragsordnung wird von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit beschlossen.
(2) Die Mittel des Vereins (Beiträge, Spenden und sonstige Zuwendungen) dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
(3) Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
(4) Über Ausgaben bis zu 100.- € entscheidet der Vorsitzende. Bei höheren Beträgen ist ein Vor-standsbeschluss herbeizuführen. Fahrkostenerstattungen für Vorstandsmitglieder werden vom Vorstand gesondert geregelt.

 

§ 11
Kassenprüfung

(1) Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von drei Jahren zwei gleichberechtigte Kassenprüfer.
(2) Die Aufgabe der Kassenprüfer ist die Prüfung des vom Vereinsvorstand zum Ende des Geschäftsjahres vorzulegenden Kassenberichtes.
(3) Die Kassenprüfer sind befugt, jederzeit die Finanzen des Vereins zu prüfen und in die Buchführung Einsicht zu nehmen.
(4) Nach Abschluss der Prüfung und Bestätigung der Ordnungsmäßigkeit der Buchführung ist dem Vorstand für das jeweilige Geschäftsjahr durch die Mitgliederversammlung Entlastung zu erteilen.

 

§ 12
Auflösung des Vereins

(1) Der Verein wird aufgelöst, wenn ein entsprechender Antrag beim Vorstand vorliegt. Der Antrag bedarf der Unterstützung von einem Drittel der stimmberechtigten Mitglieder. Der Vorstand hat spätestens vier Wochen nach Antragseingang eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Der Beschluss zur Auflösung bedarf einer Dreiviertelmehrheit aller Mitglieder des Vereins.
(2) Der Liquidator wird durch die Mitgliederversammlung bestimmt.
(3) Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Bautzen, die es einer gemeinnützigen Einrichtung oder Körperschaft des öffentlichen Rechts zur Verfügung zu stellen hat, die sich um die Pflege und den Erhalt unserer Sprache und Kultur bemühen.

 

§ 13
Inkrafttreten

Die Satzung tritt mit der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.


Bautzen, 26. Februar 2013

Hier die Satzung zum Herunterladen

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