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Hochdeutsch stärken, Stammeldeutsch bekämpfen Lesen Sie die - PRESSEMITTEILUNG - der Zeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT vom 20. Februar 2012 |
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Dieser Artikel wurde
Ihnen geschickt von tietz42@gmx.de. Warum Deutsch so wichtig ist
Von Ralf Hickethier
Es ist geistig verrückt, im direkten Sinne dieses Wortes,
dass weltoffene, fortschrittliche Menschen,
insbesondere hier in Deutschland, nicht begreifen können oder
wollen: Eine Gemeinschaft, zum Beispiel auch die europäische, kann nur so
gut sein, wie ihre einzelnen Mitglieder selbstbewusst und mutig zu sich
stehen und ihr Eigenes, von sich selbst ausgehend, in das Ganze
einbringen. Nur dann können die Rückmeldungen und Rückwirkungen der
anderen positiv aufgenommen werden und sowohl der eigenen
Weiterentwicklung dienen wie auch der des Ganzen. Mitglieder einer
Gemeinschaft, Persönlichkeiten oder auch Nationen, müssen also zuerst ihr
Eigenes haben und es kennen und es pflegen wollen, bevor sie der
Gemeinschaft nutzen können. Lesen Sie den ganzen Bericht bitte |
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Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
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Lesen Sie den Leserbrief von Diethold Tietz |
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Sprachzertifikat
für die Stadt Bautzen
Und hier
geht es zur Ausgabe "Bautzen-Aktuell" vom Monat Oktober Straße der
deutschen Sprache Dazu ein Beitrag der Lausitzer
Rundschau vom 11. Oktober 2011
Amtsblatt der Stadt Bautzen vom 24.09.2011
Die Domowina will die
Idee der Straße der deutschen Sprache unterstützen Sorbische Sprache
und Kultur einbeziehen Bautzen (SN/MiR ) Sorbische Aspekte
sollen bei der Bildung der „Straße der deutschen Sprache“ eine
wichtige Rolle spielen, ist doch Bautzen in das Projekt mit eingebunden.
Das kündigte der Vorsitzende des
hiesigen Klubs der Sprachretter Diethold Tietz
gestern auf einer Veranstaltung anlässlich des Tages der
deutschen Sprache im Burgtheater an. Tietz sagte weiter: „ Die
Mitglieder der Kommission, die sich um die Umsetzung der Idee kümmern,
waren anfänglich darüber etwas
verwundert , die sorbische Sprache und Kultur einzubeziehen.“ Eine
Umfrage auf dem diesjährigen Bautzener Frühling habe aber Skeptiker
aus Köthen und weiteren sich beteiligenden Städten
Sachsen, Thüringens und Sachsen-Anhalts
überzeugt. Mehr als zwei Drittel der Befragten wünschen sich,
dass sorbische Bereiche
Bestandteil dieser Straße sein sollten. Nötig sind neben
kulturellen und kulinarischen Angeboten
weitere, wie Bildungsangebote, die werben. André Wucht
, der Verantwortliche der Bautzener Stadtverwaltung
für Pressearbeit und Marketing, versprach die Unterstützung der
Stadt. „ Wichtig ist aber, dass sich die Kommission
mit grundsätzlichen Fragen, wie der Rechtsform und der
Finanzierung , zur Bildung der
Straße beschäftigt“, sagte er.
Der Vorsitzende der Domowina, David Statnik ,
schloss sich dem an. „Ich halte die Idee für eine gute
Plattform, die die Sprachräume nicht
einengt und zur besseren Vermarktung der Region beiträgt.“ Sieghard Kosel kritisierte den sorglosen Umgang
mit der Sprache, der deutschen wie der sorbischen. Janina
Brankatschk las unter anderem aus
der Schrift von Jurij Mjeń ( 1727 – 1785 ) über die Erhabenheit
und das Lob der Sprache.
Michael Lorenz betonte aus den Werken von Kito Lorenz lesend den Wert
der sorbischen Sprache in der zweisprachigen Lausitz. (Serbske nowiny vom 20. September 2011 Übersetzung von Sieghard Kosel)
Sprachretter
besuchten RC Witaj „ Ich freue mich, dass wir so oft
mit sorbischen Einrichtungen ins Gespräch kommen“, äußerte der
Vorsitzende des Bautzener Sprachrettungsklubs, Diethold Tietz auf dem
unlängst stattgefundenen Treffen im Sprachzentrum Witaj (RCW). Die
Leiterin der Einrichtung Dr. Beate Brězan
ermöglichte den Gästen
des Abends , den
interessierten Mitgliedern des Bautzener Sprachrettungsklubs ,einen
gründlichen Einblick in das
breite Feld des Wirkens der Mitarbeiter der sorbischen
Institution. Dr. Balzer aus Zittau brachte den Einruck aller
Anwesende zum Ausdruck: „ Wir haben viel Neues gehört, wird doch auch
viel Neues gemacht.“ Dr. Brězan
erläuterte, auf die Ausarbeitungen des Sprachzentrums
verweisend, dass das RCW mittlerweile bereits auf gewichtige Erfolge
verweist, und das beträfe die methodische Unterstützung der
Lehrkräfte für Sorbisch wie gleichermaßen moderne Lehrmittel und
andere Hilfsmittel. Mit Zufriedenheit
empfingen die Klubmitglieder die Information, dass sich das
Sprachzentrum stark für die
Bildungs- und Kulturarbeit unter Jugendlichen mit unterschiedlichen
Formen einsetzt und dass das
Zentrum auf den Dörfern im zweisprachigen Gebiet gern mehr sorbische
Sozialarbeiter einsetzten möchte. In der zweistündigen Präsentation
und Diskussion widmete sich der Kreis auch den allgemeinen Fragen der
Sprachbildung, bei denen die die Entwicklung der sorbischen Sprache auch
für die Klubmitglieder eine wichtige Rolle spielt.. „Uns ist die
Beschäftigung mit sorbischen Fragen von Anfang an Bestandteil der
Arbeit“, stellte der Sprachklubvorsitzende Diethold Tietz fest. Die Mitglieder der
Sprachrettungsklubs besuchten vor kurzem
das Sprachzentrum Witaj und ließen sich von dessen Leiterin Dr.
Beate Brězan die Arbeit der Einrichtung erklären.
sz-online, 01.09.2011: Sprachretter zu Gast im Witaj-ZentrumUnter dem Motto "Witaj - Sprachen können - Das ist cool!" empfing Dr. Beate Brezan die Mitglieder und Gäste des Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz im sorbischen Sprachzentrum am Postplatz in Bautzen. Sie stellte uns eine Fülle von Materialien und Aufgaben des Zentrums vor. Immer wieder wurde für uns der Grundsatz deutlich: Sprache wird gesprochen, sie erhält sich so am Leben. Lebenslanges Lernen einer Sprache ist das Beherrschen der eigenen Muttersprache. Die sorbische Sprache wurde durch die Industrialisierung und den technischen Wandel in den Städten und Dörfern und auch in den Familien der Lausitz bedroht. Das sorbische Sprachzentrum leistet einen großen Umfang von Aufgaben, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Eine eigene Internetseite gibt Auskunft über Fachfragen und Fachgebiete. Beate Brezan gab uns Lernmaterialien für Grundschüler. Plötzlich wurden wir Erwachsenen durch Rätseln, Lachen, Reden und auch Abgucken beim Nachbarn zu Kindern. Ein Dank geht an Dr. Brezan. Ihr Vortrag hat uns einen besonderen Blick für die sorbische Sprachpflege gebracht. Die Sprache gehört zu und in unsere Heimat. Wir gewannen die feste Überzeugung: Sie wird mit uns allen weiterleben. Reingard Böhmer, Bautzen
Quelle: Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Görlitz, 26. Juli 2011
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Der Sprachrettungsklub Bautzen hatte zu
einer Reise nach Weimar eingeladen. Das erste Ziel war die Anna Amalia
Bibliothek. Alle hatten noch die Schreckensmeldung vom 2. September 2004
vor Augen: Die einzigartige Bibliothek ist ein Opfer der Flammen, und
unwiederbringliches Kulturerbe ist zerstört worden. Auch wir Mitglieder
des Sprachrettungsklubs nahmen an der Spendenaktion teil. Schon am 24.
Oktober 2007 kam es zur Wiedereröffnung. Nun standen wir vor dem
historischen Bibliotheksgebäude, betrachteten die Innenrä ume und
erahnten die großen Leistungen, die vollbracht wurden und werden, um
alles im alten Glanz wiedererstehen zu lassen. Noch lange Zeit und Geld
wird gebraucht, um beschädigtes Buchmaterial zu restaurieren und wieder
der Forschung bereitzustellen. |
| Quelle:
Morgenpost am Sonntag 03.07.2011 Die Dresdner Redakteurin Doreen Grasselt entdeckte im Internet zufällig den SRK. Dies weckte ihre Neugier. Diethold Tietz erzählte Frau Grasselt von der Straße der deutschen Sprache. Daraus entstand der folgende Bericht: s. Zeitungsausschnitt Morgenpost Auch die Zusammenarbeit mit dem Fotografen Maik Ehrlich war höchst interessant und -wie man sieht- auch ertragreich.
Erste Ergebnisse der neuen AG Kunsthistoriker trugen von Generation
zu Generation Halbwahrheiten über die Figuren des Rietschelgiebels
weiter und schmückten sie obendrein mit untauglichem Beiwerk aus.
Ihnen kam nun Bautzens Schauspiel-Nestor Michael Lorenz auf die
Schliche. Städte in Mitteldeutschland sollen
Sprachpflege und Touristenwerbung zu einer neuen Einheit verbinden. Köthen/dpa. In Thüringen,
Sachsen-Anhalt und Sachsen soll eine Straße der deutschen Sprache
entstehen. Erlangen, 16. März 2011 – Zum „Sprachwahrer
des Jahres“ zeichnet heute die DEUTSCHE SPRACHWELT
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aus. Neben einer Urkunde erhält
er ein ungewöhnliches Verkehrsschild. Anläßlich der Leipziger
Buchmesse gab die Sprachzeitung heute die Ergebnisse zur Wahl der
Sprachwahrer des Jahres 2010 bekannt. Mit 25,3 Prozent der Stimmen kam
Ramsauer aufgrund seiner „Deutsch-Initiative“ auf den ersten
Platz, gefolgt von dem ehemaligen Bü rgerrechtler Joachim Gauck (18,2
Prozent). Der ZDF-Moderator Peter Hahne und der Dichter Günter B.
Merkel teilen sich mit jeweils 16,7 Prozent den dritten Platz. Diese beiden und zwei weitere
Mitglieder unseres Sprachrettungsklubs nahmen an der Tagung teil
Bautzen ist der Bundeshauptstadt
vielleicht schon einen klitzekleinen Schritt voraus. Diethold Tietz
vom Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz jedenfalls sticht beim
Stadtrundgang ins Auge: Das Sprachmischmasch hat sich verringert.
Sicher, da gibt es die Wellness-Grotte oder den Elektro-Shop. Aber Der
Vereinsvorsitzende erinnert sich noch gut an eine Aktion des Klubs vor
einigen Jahren. "Da haben wir nicht so lange suchen
müssen." Geschäftsleute hätten wahrscheinlich festgestellt:
Deutsch statt Denglisch sei Kunden wohl sympathischer, meint Tietz.
"Denglisch kotzt die Menschen an." Und noch etwas falle auf:
Über den Sprachmischmasch ärgern sich nicht nur ostdeutsche Rentner.
"Das ist eine verzerrte Wahrnehmung." Deutschlandweit und
generationsübergreifend errege Denglisch Anstoß. In Köthen wurde jetzt die "Neue
Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen/Anhalt" gegründet. Sie
erinnert an die "Fruchtbringenden Gesellschaft" (auch
"Palmenorden" genannt). Dies war die erste und bedeutendste
deutsche Sprachgesellschaft. Sie entstand 1617 in Weimar, hatte ihren
ersten Sitz in Köthen und bestand bis 1680. Mit der Neugründung soll
bewahrenswerte Tradition mit den Erfordernissen heutiger Sprachkritik
und Sprachpflege verbunden werden. Eines der ehrgeizigen langfristigen
Ziele ist es, in Köthen ein Haus der deutschen Sprache einzurichten
und alle Kräfte guten Willens zu bündeln. Zu den kurzfristigen
Vorhaben zählt ein Sprachwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Die
Vereinsgründung wurde maßgeblich von OB Kurt-Jürgen Zander (SPD)
vorangebracht. Zu den Initiatoren zählte auch der Bautzener Diethold
Tietz. Die 20 Gründungsmitglieder wählten Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg
zur Vorsitzenden, Tietz gehört dem Vorstand an. Der
"Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz" erklärte seinen
Beitritt. Er wird insbesondere durch seine Bürgernähe die Tätigkeit
des neuen Vereins beleben. Diethold Tietz, Spachrettungsklub
Bautzen/Oberlausitz e.V.
Bitte selber lesen! HAMBURG - Die Mehrheit der Deutschen
lehnt Anglizismen in Werbung und Medien ab. Das ergab eine Umfrage von
TNS Infratest im Auftrag vom "Spiegel". 66 Prozent der 1000
Befragten meinten, englische Begriffe seien "im Großen und
Ganzen" überflüssig. 74 Prozent störten sich besonders an
deutsch-englischen Mischwörtern. Nur 27 Prozent fanden, dass die
neuen Ausdrücke die deutsche Sprache bereichern. Bautzen (CK/SN). Für den 100.Klubabend
des Bautzener Sprachrettungsklubs hatte Jurij Brezan einen Vortrag
über die Sprachkultur zugesagt. In Erinnerung an den im März
verstorbenen Schriftsteller fand gestern in der „Spreepension“
eine Lesung aus seinen Aufzeichnungen über Sprache und Stil statt. Der Mitbegründer des Klubs, Sieghard
Kosel, brachte viele Beispiele, die Brezan als „ Personifikation des
neuen Sorbentums und dessen Öffnung in die Welt“ dokumentierten. Er
stellte den Verstorbenen auf eine Ebene in der Sprachgewandtheit mit
Kant und in der Sprachklarheit mit Strittmatter. Neben diesen beiden
gehört Brezan zu den beliebtesten Schriftstellern der Literatur der
DDR. Dass er auch bei den deutschen Lesern eine gutes Echo fand, lag
an seinem Umgang mit der Sprache. Er hat nie übersetzt, sondern immer
in der anderen Sprache gedacht. „ So reichten ihm im Sorbischen für
die Beschreibung einer (sorbischen- d.Ü. ) Hochzeit einige Zeilen.
Die selbe Szene dem deutschen Leser beizubringen war für ihn eine
gehörige Portion Arbeit“, sagte Kosel. „ Wir bekamen Brezan aus einer bisher
unbekannten Sicht vorgestellt. Seine Nähe zu unserer Sprache war uns
Nichtsorben so nicht bewusst“, meinte der Klubvorsitzende Diethold
Tietz. Brezans kritische Betrachtung des Umgangs mit der Sprache
entspricht auch den Zielen des Bautzener Klubs. „ Auf jeden
Schriftsteller - auch auf den guten - wird nicht gehört, wenn ihn die
nachfolgenden Generationen nicht lesen“, fügte Horst Gröger hinzu.
Im Falle von Brezan möchten die Mitglieder des Vereins dazu
beitragen, dass Brezan unvergessen bleibt. Die Bildunterschrift verrät, dass
Clemens mit dem frontside tailslide auf
einer Funbox beim „destroy
the car“ Contest übt. Das reizt natürlich ungemein, im Text
mehr zu erfahren, obwohl bereits in der Ü berschrift vereinzelte
deutsche Wörter mächtig stören. Können die Kids
denn solche veraltete Sprach-Brocken wie „Hintergrund“, „Platte“
und „Auto“ überhaupt noch verstehen? Doch der Text versöhnt: bei einer
guten Location slideten die Jungs (?) an
der Rail, zumal auch auf der Bühne performt
wurde. Rätselhaft bleibt, was das ganze mit
einer „Parkur“ zu tun hatte, da ja in
Bautzens Innenstadt an Feiertagen ohne Parkuhr geparkt werden darf.
Oder sollte gar ein Parcours gemeint
sein? Übrigens hat sich Bastian Sick, der
beliebteste Deutschlehrer der Nation, gewaltig geirrt, wenn er
behauptet: „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“. Mit der
Formulierung „Getreu des Slogans...“ meuchelt ganz im Gegenteil
der Genitiv den Dativ! Kurzum, die Lektüre ist ein Gewinn.
Schließlich erfährt man auch, dass eine Bank nicht nur ein
Geldinstitut ist, die Bank ist obendrein ein pyramidenfö rmiger
Körper. Oder ist diese Bank eine „Bänk“? Da ich als Dauer-Wanderer stets Durst
habe und demzufolge so einiges zum Umsatz eines hiesigen
Mineralwasser-Herstellers beitrage, hatte mich das Unternehmen dieser
Tage eingeladen. Ich durfte dabei sein, wie der Firmenchef und ein
bekannter Fußball-Lehrer auf weitere gute Zusammenarbeit anstießen
– natürlich mit Wasser. Der Mann sei ein guter „Coach“, hieß
es da, und für das „Open“ genau der richtige Partner. Und
überhaupt – wie das Miteinander von Firma und Region funktioniert,
sei ein prima Beispiel für „Private Public Partnership“. Das Ganze fand übrigens im
Sächsischen Landtag in Dresden statt. Ich empfehle den Veranstaltern,
das nächste Mal in den Bundestag nach Berlin einzuladen. Denn dort
wird ab sofort ein gutes Deutsch gepflegt. Dazu haben sich in seltener
Einigkeit Bundestagsabgeordnete fast aller Parteien verpflichtet.
Angeregt fühlten sie sich übrigens auch durch den Sprachrettungsklub
Bautzen. Ich unterschreib jetzt ganz bewusst nicht mit „Your
vagabond“, sondern bin wie immer Großer Zuspruch für Lausitzer und
sorbische Literatur Von Carmen Schumann Töpferstraße. Neben
Domowina- und Lusatia Verlag präsentierte sich auf der Leipziger
Buchmesse auch der Sprachrettungsklub. Der Tod des „großen alten Mannes der
sorbischen Literatur“, Jurij Brezan, war für die beiden Bautzener
Verlage auf der Leipziger Buchmesse das zentrale Thema. Denn sowohl
der Domowina- als auch der Lusatia Verlag hatten große Pläne für
den Messeverlauf, aber auch für die Zeit danach. Wer konnte schon
ahnen, dass der Freitag, der Tag, für den eine Lesung mit Jurij
Brezan angesetzt war, der Tag seiner Beisetzung werden würde? Doch die Lesung musste nicht ausfallen.
Auf Initiative von „Leipzig liest“ fand eine Gedenklesung im
Franz-Mehring-Haus statt. Der Leipziger Schauspieler Peter Wilczynski
trug rund 60 Besuchern die noch vom Dichter selbst ausgewählten Texte
aus der Neuerscheinung „Die Jungfrau, die nicht ins Bett wollte“
vor. „Es war eine sehr anspruchsvolle Veranstaltung, die eine große
Resonanz fand“, sagte Verlagsmitarbeiterin Manja Bujnowska. Viele
Besucher am Messestand hätten ihr Bedauern über den doch
unerwarteten Tod dieser großen sorbischen Persönlichkeit
ausgedrückt. Denn trotz seines hohen Alters steckte der Dichter nach
wie vor voller Pläne. So hatte er sich ausdrücklich
gewünscht, dass seine jüngste Erzählung „Der alte Mann und das
enge Weite“ beim Lusatia Verlag erscheint. Dieses Buch ist derzeit
in Arbeit und kommt im Mai heraus. Und natürlich musste auch
Verlagsleiter Frank Stübner viele Fragen zu Brezans Tod beantworten.
„So ist nun seine letzte Erzählung das erste Brezan-Buch, das in
unserem Verlag erscheint“, sagt der Verlagsleiter, der zu Leben und
Werk des Schriftstellers promoviert hat. Der Rekordbesuch der Buchmesse schlug
sich natürlich auch bei den Bautzener Verlagen nieder. „Es war eine
richtig tolle Messe mit vielen Besuchern und vielen Fragen“,
bilanziert Frank Stübner. Er war zum dreizehnten Mal dabei und konnte
so viele Bestellungen wie noch nie zuvor entgegennehmen. Am Stand ließen sich auch zahlreiche
prominente Persönlichkeiten sehen, so Verkehrsminister Wolfgang
Tiefensee, Staatssekretär Dr. Albert Hauser und die Autoren Michael
Guggenheimer aus der Schweiz und Hannelore Lauerwald. Deren Buch „Goethes
Minchen in Görlitz“ steht am kommenden Sonntag im Mittelpunkt der
Reihe „Literatur vorMittag“ im Bautzener Burgtheater. Erstmals zur
Leipziger Buchmesse anwesend war auch der Bautzener
Sprachrettungsklub, der seinen neuen Internetauftritt präsentierte.
„Ich wurde oft gefragt: Was erreicht Ihr denn?“ berichtet Diethold
Tietz, der Vereinsvorsitzende. „Dann kann ich darauf verweisen, dass
die Bautzener Kreisverwaltung 2005 in ihren Ankündigungen Event durch
Veranstaltung ersetzte und die Oberlausitz Kliniken die Bezeichnung
Stroke-Unit mit dem Zusatz Schlaganfall-Intensiv-Station ergänzten.“
Auch, dass die Band „Silbermond“ das Wort Soundcheck durch
Klangprobe ersetzten, schreiben sich die Sprachretter zu. Am
Messestand sammelte Diethold Tietz 144 Meinungen darüber ein, wie
viele Politiker sich wohl an einer von der „Deutschen Sprachwelt“
initiierten Selbstverpflichtung zu gutem Deutsch beteiligen werden.
Die Bautzener Bundestagsabgeordnete Maria Michalk war eine der ersten,
die es tat. |
Auch in linken Zeitungen ist nicht alles rechtens
Leserbrief von Diethold Tietz
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Sprachzertifikat für die Stadt Bautzen
Und
hier geht es zur Ausgabe "Bautzen-Aktuell" vom Monat Oktober Straße der deutschen Sprache Dazu ein Beitrag der
Lausitzer Rundschau
vom 11. Oktober 2011
Amtsblatt der Stadt Bautzen vom 24.09.2011
Die Domowina will die Idee
der Straße der deutschen Sprache unterstützen Sorbische Sprache und
Kultur einbeziehen Bautzen (SN/MiR ) Sorbische Aspekte sollen bei der Bildung
der „Straße der deutschen Sprache“ eine wichtige Rolle spielen, ist doch
Bautzen in das Projekt mit eingebunden. Das kündigte
der Vorsitzende des hiesigen Klubs der Sprachretter Diethold Tietz
gestern auf einer Veranstaltung anlässlich des Tages der deutschen
Sprache im Burgtheater an. Tietz sagte weiter: „ Die Mitglieder der Kommission, die
sich um die Umsetzung der Idee kümmern, waren anfänglich
darüber etwas verwundert , die sorbische Sprache und Kultur
einzubeziehen.“ Eine Umfrage auf dem diesjährigen Bautzener Frühling habe
aber Skeptiker aus Köthen und weiteren sich beteiligenden Städten
Sachsen, Thüringens und Sachsen-Anhalts
überzeugt. Mehr als zwei Drittel der Befragten wünschen sich, dass
sorbische Bereiche Bestandteil dieser Straße sein sollten. Nötig sind
neben kulturellen und kulinarischen
Angeboten weitere, wie
Bildungsangebote, die werben. André Wucht ,
der Verantwortliche der Bautzener Stadtverwaltung
für Pressearbeit und Marketing, versprach die Unterstützung der Stadt.
„ Wichtig ist aber, dass sich die Kommission
mit grundsätzlichen Fragen, wie der Rechtsform und der Finanzierung ,
zur Bildung der Straße beschäftigt“,
sagte er. Der Vorsitzende der Domowina, David Statnik ,
schloss sich dem an. „Ich halte die Idee für eine gute Plattform, die
die Sprachräume nicht einengt und
zur besseren Vermarktung der Region beiträgt.“ Sieghard Kosel kritisierte den sorglosen Umgang
mit der Sprache, der deutschen wie der sorbischen. Janina Brankatschk
las unter anderem aus der Schrift von Jurij Mjeń ( 1727 – 1785 )
über die Erhabenheit und das Lob
der Sprache. Michael Lorenz betonte aus den Werken von Kito Lorenz lesend den
Wert der sorbischen Sprache in der zweisprachigen Lausitz. (Serbske nowiny vom 20. September 2011 Übersetzung von Sieghard Kosel)
Sprachretter besuchten RC
Witaj „ Ich freue mich, dass wir so oft mit sorbischen
Einrichtungen ins Gespräch kommen“, äußerte der Vorsitzende des Bautzener
Sprachrettungsklubs, Diethold Tietz auf dem unlängst stattgefundenen Treffen im
Sprachzentrum Witaj (RCW). Die Leiterin der Einrichtung Dr. Beate Brězan
ermöglichte den Gästen des
Abends , den interessierten
Mitgliedern des Bautzener Sprachrettungsklubs ,einen gründlichen Einblick
in das breite Feld des Wirkens der Mitarbeiter der sorbischen
Institution. Dr. Balzer aus Zittau brachte den Einruck aller Anwesende
zum Ausdruck: „ Wir haben viel Neues gehört, wird doch auch viel Neues
gemacht.“ Dr. Brězan erläuterte,
auf die Ausarbeitungen des Sprachzentrums verweisend, dass das RCW mittlerweile
bereits auf gewichtige Erfolge verweist, und das beträfe die methodische
Unterstützung der Lehrkräfte für Sorbisch wie gleichermaßen moderne
Lehrmittel und andere Hilfsmittel. Mit Zufriedenheit
empfingen die Klubmitglieder die Information, dass sich das Sprachzentrum
stark für die Bildungs- und
Kulturarbeit unter Jugendlichen mit unterschiedlichen Formen
einsetzt und dass das Zentrum auf den Dörfern im zweisprachigen Gebiet
gern mehr sorbische Sozialarbeiter einsetzten möchte. In der zweistündigen Präsentation und Diskussion widmete
sich der Kreis auch den allgemeinen Fragen der Sprachbildung, bei denen die die
Entwicklung der sorbischen Sprache auch für die Klubmitglieder eine wichtige
Rolle spielt.. „Uns ist die Beschäftigung mit sorbischen Fragen von Anfang an
Bestandteil der Arbeit“, stellte der Sprachklubvorsitzende Diethold Tietz
fest. Die Mitglieder der Sprachrettungsklubs
besuchten vor kurzem das
Sprachzentrum Witaj und ließen sich von dessen Leiterin Dr. Beate Brězan
die Arbeit der Einrichtung erklären.
sz-online, 01.09.2011: Sprachretter zu Gast im Witaj-ZentrumUnter dem Motto "Witaj - Sprachen können - Das ist cool!" empfing Dr. Beate Brezan die Mitglieder und Gäste des Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz im sorbischen Sprachzentrum am Postplatz in Bautzen. Sie stellte uns eine Fülle von Materialien und Aufgaben des Zentrums vor. Immer wieder wurde für uns der Grundsatz deutlich: Sprache wird gesprochen, sie erhält sich so am Leben. Lebenslanges Lernen einer Sprache ist das Beherrschen der eigenen Muttersprache. Die sorbische Sprache wurde durch die Industrialisierung und den technischen Wandel in den Städten und Dörfern und auch in den Familien der Lausitz bedroht. Das sorbische Sprachzentrum leistet einen großen Umfang von Aufgaben, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Eine eigene Internetseite gibt Auskunft über Fachfragen und Fachgebiete. Beate Brezan gab uns Lernmaterialien für Grundschüler. Plötzlich wurden wir Erwachsenen durch Rätseln, Lachen, Reden und auch Abgucken beim Nachbarn zu Kindern. Ein Dank geht an Dr. Brezan. Ihr Vortrag hat uns einen besonderen Blick für die sorbische Sprachpflege gebracht. Die Sprache gehört zu und in unsere Heimat. Wir gewannen die feste Überzeugung: Sie wird mit uns allen weiterleben. Reingard Böhmer, Bautzen
Quelle: Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Görlitz, 26. Juli 2011
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Wundervolle Fahrt zu den Klassikern in WeimarDer Sprachrettungsklub Bautzen hatte zu einer Reise nach Weimar eingeladen. Das erste Ziel war die Anna Amalia Bibliothek. Alle hatten noch die Schreckensmeldung vom 2. September 2004 vor Augen: Die einzigartige Bibliothek ist ein Opfer der Flammen, und unwiederbringliches Kulturerbe ist zerstört worden. Auch wir Mitglieder des Sprachrettungsklubs nahmen an der Spendenaktion teil. Schon am 24. Oktober 2007 kam es zur Wiedereröffnung. Nun standen wir vor dem historischen Bibliotheksgebäude, betrachteten die Innenrä ume und erahnten die großen Leistungen, die vollbracht wurden und werden, um alles im alten Glanz wiedererstehen zu lassen. Noch lange Zeit und Geld wird gebraucht, um beschädigtes Buchmaterial zu restaurieren und wieder der Forschung bereitzustellen.Ein Besuch der Fürstengruft schloss sich an. Ehrfurchtsvoll verweilten wir an der Ruhestätte Schillers und Goethes. Sie regte uns zum Nachdenken an: Wenn die Mächtigen Kultur fördern, entsteht für das Volk ein geistiger Lebensraum geprägt von Humanismus. Den Abschluss der schönen Fahrt bildete ein Stadtgang mit dem auch den Bautzenern bekannten Architekten Professor Schwarzbach. Der Aufenthalt war für alle ein Gewinn. Besonders gedankt sei Diethold Tietz und Marion Schleyer, die diese wundervolle Fahrt organisierten. Reingard Böhmer, Bautzen s. a. Veranstaltungsberichte
Quelle: Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Görlitz, 14. Juli 2011
![]() Zu diesen und anderen sprachlichen Ausrutschern lesen Sie die folgenden Artikel: Der Kampf ums Deutsch Auf ein Wort Das Tagesgespräch mit Diethold Tietz Quelle: Pressemitteilung der Domowina vom 01. Juli 2011 Die sorbische Sprache einbeziehen Der Vorsitzende der Domowina Dawid Statnik traf sich gestern in Bautzen mit Diethold Tietz, dem Vorsitzenden des Sprachrettungsklubs Bautzen/Oberlausitz. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die geplante Straße der deutschen Sprache, die vom Klub vorbereitet wird. Dawid Statnik hatte sich nach verschiedenen Medienberichten über dieses Projekt Anfang Juni an D. Tietz gewandt und ihm ein Gespräch angeboten. Der Bautzener Sprachrettungsklub hatte am 28. Mai, am Tag der Vereine im Rahmen des Bautzener Frühlings, eine öffentliche Befragung durchgeführt, was die Leute von einer solchen Straße halten und ob dabei auch sorbische Stationen aufgenommen werden sollten. Die Antworten waren unterschiedlich. Diethold Tietz bekräftigte gestern, dass er eine Einbeziehung sorbischer Stationen unterstütze und sich dafür einsetze. Dawid Statnik verwies auf den kulturellen Reichtum, über den die Lausitz mit der Zweisprachigkeit verfügt, wie auch darauf, dass in die Planung der Straße auch Aspekte der Sprachförderung einbezogen werden sollten. Er bot dem Klub, falls erforderlich, konzeptionelle und argumentative Hilfe an. Bautzen. Die geplante Straße der deutschen Sprache stand im Mittelpunkt des gestrigen Gesprächs des Vorsitzenden der Domowina Dawid Statnik mit Diethold Tietz, dem Vorsitzenden des Sprachrettungsklubs Bautzen /Oberlausitz. Der Sprachklub bereitet dieses Projekt vor. Statnik verwies darauf, dass in die Planung auch Aspekte der Sprachförderung, Ausbildung und Literatur aufgenommen werden sollten. Tietz sagte die Einbeziehung sorbischer Stationen zu. Quelle: Serbske noviny vom 1.Juli 2011
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