Presseberichte





Welttag der Muttersprache am 21. Februar 2012:

Hochdeutsch stärken, Stammeldeutsch bekämpfen


Lesen Sie die - PRESSEMITTEILUNG -
der Zeitschrift DEUTSCHE SPRACHWELT vom 20. Februar 2012






 


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sz-online, 27.01.2012:


Warum Deutsch so wichtig ist

Von Ralf Hickethier

Nur der, der sich selbst liebt, seine Kultur, seine Sprache, seine Mentalität, kann die anderen wirklich achten. Ein Plädoyer für mehr Selbstbewusstsein.


Es ist geistig verrückt, im direkten Sinne dieses Wortes, dass weltoffene, fortschrittliche Menschen, insbesondere hier in Deutschland, nicht begreifen können oder wollen: Eine Gemeinschaft, zum Beispiel auch die europäische, kann nur so gut sein, wie ihre einzelnen Mitglieder selbstbewusst und mutig zu sich stehen und ihr Eigenes, von sich selbst ausgehend, in das Ganze einbringen. Nur dann können die Rückmeldungen und Rückwirkungen der anderen positiv aufgenommen werden und sowohl der eigenen Weiterentwicklung dienen wie auch der des Ganzen. Mitglieder einer Gemeinschaft, Persönlichkeiten oder auch Nationen, müssen also zuerst ihr Eigenes haben und es kennen und es pflegen wollen, bevor sie der Gemeinschaft nutzen können.




Lesen Sie den ganzen Bericht bitte
















Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Freitag, 9. Dezember 2011
Leserbrief



Zu „Texte - um die Ecke gedacht“, SZ vom 30. 11., Seite 16, schreibt Diethold Tietz aus Bautzen:

Literaturangebot bisher von 3000 Besuchern genutzt

Das 75. Jubiläum von „Lausitzer Literatur vor Mittag“ war in der Tat ein besonderer Höhepunkt dieser traditionsreichen Veranstaltungsreihe. Mehr als 3000 literaturinteressierte Besucher dürften im Laufe der Jahre das vielfältige Angebot genutzt haben. Besonderer Dank gilt Eveline Günter und Dr. Frank Stübner, die diesen Dauerbrenner aus der Taufe hoben und stets aufs Neue mit Glanzlichtern ausstatteten. Das Jubiläum konnte kaum überzeugendere Darsteller (in Text und Vortrag) finden, als die Brüder Lorenc/Lorenz. Und als der Lorenc-Verleger Lojze Wieser aus Klagenfurt das Wort zu einer überzeugend inhaltsreichen „Sprachrede“ ergriff, hörte man keine Stecknadel zu Boden fallen.






Auch in linken Zeitungen ist nicht alles rechtens

Lesen Sie den Leserbrief von Diethold Tietz







Sprachzertifikat für die Stadt Bautzen

Und hier geht es zur Ausgabe "Bautzen-Aktuell" vom Monat Oktober

Hier ist die Anmeldung zum Bezug von "Bautzen-Aktuell" möglich




Straße der deutschen Sprache

Dazu ein Beitrag der Lausitzer Rundschau vom 11. Oktober 2011



Amtsblatt der Stadt Bautzen vom 24.09.2011


 

 


 

 


Die Domowina will die Idee der Straße der deutschen Sprache unterstützen

Sorbische Sprache und Kultur einbeziehen

Bautzen (SN/MiR ) Sorbische Aspekte sollen bei der Bildung der „Straße der deutschen Sprache“ eine wichtige Rolle spielen, ist doch Bautzen in das Projekt mit eingebunden. Das kündigte der Vorsitzende des hiesigen Klubs der Sprachretter Diethold Tietz gestern auf einer Veranstaltung anlässlich des Tages der deutschen Sprache im Burgtheater an.

Tietz sagte weiter: „ Die Mitglieder der Kommission, die sich um die Umsetzung der Idee kümmern, waren anfänglich darüber etwas verwundert , die sorbische Sprache und Kultur einzubeziehen.“ Eine Umfrage auf dem diesjährigen Bautzener Frühling habe aber Skeptiker aus Köthen und weiteren sich beteiligenden Städten Sachsen, Thüringens und Sachsen-Anhalts überzeugt. Mehr als zwei Drittel der Befragten wünschen sich, dass sorbische Bereiche Bestandteil dieser Straße sein sollten. Nötig sind neben kulturellen und kulinarischen Angeboten weitere, wie Bildungsangebote, die werben.

André Wucht , der Verantwortliche der Bautzener Stadtverwaltung für Pressearbeit und Marketing, versprach die Unterstützung der Stadt. „ Wichtig ist aber, dass sich die Kommission  mit grundsätzlichen Fragen, wie der Rechtsform und der Finanzierung , zur Bildung der Straße beschäftigt“, sagte er. Der Vorsitzende der Domowina, David Statnik ,  schloss sich dem an. „Ich halte die Idee für eine gute Plattform, die die Sprachräume nicht  einengt und zur besseren Vermarktung der Region beiträgt.“

Sieghard Kosel kritisierte den sorglosen Umgang  mit der Sprache, der deutschen wie der sorbischen. Janina Brankatschk las unter anderem aus der Schrift von Jurij Mjeń ( 1727 – 1785 ) über die Erhabenheit und  das Lob der Sprache. Michael Lorenz betonte aus den Werken von Kito Lorenz lesend den Wert der sorbischen Sprache in der zweisprachigen Lausitz.

(Serbske nowiny vom 20. September 2011 Übersetzung von Sieghard Kosel)

 


Sprachretter besuchten RC Witaj

„ Ich freue mich, dass wir so oft mit sorbischen Einrichtungen ins Gespräch kommen“, äußerte der Vorsitzende des Bautzener Sprachrettungsklubs, Diethold Tietz auf dem unlängst stattgefundenen Treffen im Sprachzentrum Witaj (RCW). Die Leiterin der Einrichtung Dr. Beate Brězan  ermöglichte den  Gästen des Abends ,  den interessierten Mitgliedern des Bautzener Sprachrettungsklubs ,einen gründlichen Einblick  in das breite Feld des Wirkens der Mitarbeiter der sorbischen  Institution. Dr. Balzer aus Zittau brachte den Einruck aller Anwesende zum Ausdruck: „ Wir haben viel Neues gehört, wird doch auch viel Neues gemacht.“

Dr. Brězan  erläuterte, auf die Ausarbeitungen des Sprachzentrums verweisend, dass das RCW mittlerweile bereits auf gewichtige Erfolge verweist, und das beträfe die methodische Unterstützung der Lehrkräfte für Sorbisch wie gleichermaßen moderne Lehrmittel und andere Hilfsmittel. Mit  Zufriedenheit  empfingen die Klubmitglieder die Information, dass sich das Sprachzentrum stark  für die Bildungs- und Kulturarbeit unter Jugendlichen mit unterschiedlichen Formen  einsetzt und dass das Zentrum auf den Dörfern im zweisprachigen Gebiet gern mehr sorbische Sozialarbeiter einsetzten möchte.

In der zweistündigen Präsentation und Diskussion widmete sich der Kreis auch den allgemeinen Fragen der Sprachbildung, bei denen die die Entwicklung der sorbischen Sprache auch für die Klubmitglieder eine wichtige Rolle spielt.. „Uns ist die Beschäftigung mit sorbischen Fragen von Anfang an Bestandteil der Arbeit“, stellte der Sprachklubvorsitzende Diethold Tietz fest.

  Bildtext:

Die Mitglieder der  Sprachrettungsklubs besuchten vor kurzem  das Sprachzentrum Witaj und ließen sich von dessen Leiterin Dr. Beate Brězan die Arbeit der Einrichtung erklären.

  (Serbske nowiny vom 6.september 2011   Übersetzung von Sieghard Kosel)

 


 

 

 

 



 

sz-online, 01.09.2011:

Sprachretter zu Gast im Witaj-Zentrum



Unter dem Motto "Witaj - Sprachen können - Das ist cool!" empfing Dr. Beate Brezan die Mitglieder und Gäste des Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz im sorbischen Sprachzentrum am Postplatz in Bautzen. Sie stellte uns eine Fülle von Materialien und Aufgaben des Zentrums vor. Immer wieder wurde für uns der Grundsatz deutlich: Sprache wird gesprochen, sie erhält sich so am Leben. Lebenslanges Lernen einer Sprache ist das Beherrschen der eigenen Muttersprache. Die sorbische Sprache wurde durch die Industrialisierung und den technischen Wandel in den Städten und Dörfern und auch in den Familien der Lausitz bedroht. Das sorbische Sprachzentrum leistet einen großen Umfang von Aufgaben, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Eine eigene Internetseite gibt Auskunft über Fachfragen und Fachgebiete. Beate Brezan gab uns Lernmaterialien für Grundschüler. Plötzlich wurden wir Erwachsenen durch Rätseln, Lachen, Reden und auch Abgucken beim Nachbarn zu Kindern.

Ein Dank geht an Dr. Brezan. Ihr Vortrag hat uns einen besonderen Blick für die sorbische Sprachpflege gebracht. Die Sprache gehört zu und in unsere Heimat. Wir gewannen die feste Überzeugung: Sie wird mit uns allen weiterleben.

Reingard Böhmer, Bautzen


 

 


Quelle: Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Görlitz, 26. Juli 2011

Görlitzer wollen mit Spaß die Sprache retten

Zum Artikel hier klicken
Quelle: Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Bautzen, 26. Juli 2011
Leserbrief

 

Wundervolle Fahrt zu den Klassikern in Weimar

Der Sprachrettungsklub Bautzen hatte zu einer Reise nach Weimar eingeladen. Das erste Ziel war die Anna Amalia Bibliothek. Alle hatten noch die Schreckensmeldung vom 2. September 2004 vor Augen: Die einzigartige Bibliothek ist ein Opfer der Flammen, und unwiederbringliches Kulturerbe ist zerstört worden. Auch wir Mitglieder des Sprachrettungsklubs nahmen an der Spendenaktion teil. Schon am 24. Oktober 2007 kam es zur Wiedereröffnung. Nun standen wir vor dem historischen Bibliotheksgebäude, betrachteten die Innenrä ume und erahnten die großen Leistungen, die vollbracht wurden und werden, um alles im alten Glanz wiedererstehen zu lassen. Noch lange Zeit und Geld wird gebraucht, um beschädigtes Buchmaterial zu restaurieren und wieder der Forschung bereitzustellen.
Ein Besuch der Fürstengruft schloss sich an. Ehrfurchtsvoll verweilten wir an der Ruhestätte Schillers und Goethes. Sie regte uns zum Nachdenken an: Wenn die Mächtigen Kultur fördern, entsteht für das Volk ein geistiger Lebensraum geprägt von Humanismus. Den Abschluss der schönen Fahrt bildete ein Stadtgang mit dem auch den Bautzenern bekannten Architekten Professor Schwarzbach. Der Aufenthalt war für alle ein Gewinn. Besonders gedankt sei Diethold Tietz und Marion Schleyer, die diese wundervolle Fahrt organisierten.
Reingard Böhmer, Bautzen
s. a. Veranstaltungsberichte




Quelle: Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Görlitz, 14. Juli 2011


SALE SALE SALE SALE

Zu diesen und anderen sprachlichen Ausrutschern lesen Sie die folgenden Artikel:

Der Kampf ums Deutsch
Auf ein Wort
Das Tagesgespräch mit Diethold Tietz


Quelle: Pressemitteilung der Domowina vom 01. Juli 2011 

Die sorbische Sprache einbeziehen 

Der Vorsitzende der Domowina Dawid Statnik traf sich gestern in Bautzen mit Diethold Tietz, dem Vorsitzenden des Sprachrettungsklubs Bautzen/Oberlausitz. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die geplante Straße der deutschen Sprache, die vom Klub vorbereitet wird. Dawid Statnik hatte sich nach verschiedenen Medienberichten über dieses Projekt Anfang Juni an D. Tietz gewandt und ihm ein Gespräch angeboten. Der Bautzener Sprachrettungsklub hatte am 28. Mai, am Tag der Vereine im Rahmen des Bautzener Frühlings, eine öffentliche Befragung durchgeführt, was die Leute von einer solchen Straße halten und ob dabei auch sorbische Stationen aufgenommen werden sollten. Die Antworten waren unterschiedlich. Diethold Tietz bekräftigte gestern, dass er eine Einbeziehung sorbischer Stationen unterstütze und sich dafür einsetze. Dawid Statnik verwies auf den kulturellen Reichtum, über den die Lausitz mit der Zweisprachigkeit verfügt, wie auch darauf, dass in die Planung der Straße auch Aspekte der Sprachförderung einbezogen werden sollten. Er bot dem Klub, falls erforderlich, konzeptionelle und argumentative Hilfe an.

Bautzen. Die geplante Straße der deutschen Sprache stand im Mittelpunkt des gestrigen Gesprächs des Vorsitzenden der Domowina Dawid Statnik mit Diethold Tietz, dem Vorsitzenden des Sprachrettungsklubs Bautzen /Oberlausitz. Der Sprachklub bereitet dieses Projekt vor. Statnik verwies darauf, dass in die Planung auch Aspekte der Sprachförderung, Ausbildung und Literatur aufgenommen werden sollten. Tietz sagte die Einbeziehung sorbischer Stationen zu.

Quelle: Serbske noviny vom 1.Juli 2011

 


Quelle: Morgenpost am Sonntag 03.07.2011

Die Dresdner Redakteurin Doreen Grasselt entdeckte im Internet zufällig den SRK. Dies weckte ihre Neugier.
Diethold Tietz erzählte Frau Grasselt von der Straße der deutschen Sprache. Daraus entstand der folgende Bericht:

s. Zeitungsausschnitt Morgenpost

Auch die Zusammenarbeit mit dem Fotografen Maik Ehrlich war höchst interessant und -wie man sieht- auch ertragreich.


Zur Vergrößerung bitte an ein Bild klicken
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Quelle: Mitteldeutsche Zeitung - Köthen

Sprachtag beim Köthener Stadtfest vom 25./26.Juni 2011

s. Zeitungsausschnitt oberer Teil und den unteren Teil


Quelle: Mitteldeutsche Zeitung - mz-web.de
Köthen

Kultureller Wegebau für die Straße der deutschen Sprache

VON MATTHIAS BARTL
KÖTHEN/MZ. ... Und zwar nicht irgendeine, sondern die Straße der deutschen Sprache, deren Kerngebiet in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen liegen soll, mit bestenfalls 25 Städten, die an dieser Straße liegen würden, Kamenz und Schleiz, Bautzen und - natürlich - Köthen und andere mehr. Die erste Ferienstraße, die Sprachpflege und Fremdenverkehr miteinander verknüpft. Wo, glaubt es nur, die Wiege des Hochdeutschen steht. Und anderes mehr zu finden ist, was Sprache und Region zu einer einzigartigen Kombination verwebt.
...
Ausführlich bei MZ Köthen, 26.06.2011



Quelle: BamS 12. Juni 2011

Wirtschaftsausschuss des Bundestags will EU-Vorlagen auf Englisch boykottieren

Der Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags will in Zukunft englischsprachige Vorlagen der EU-Kommission boykottieren. Ausschuss-Chef Ernst Hinsken (CSU) sagte "Bild am Sonntag": "Künftig gibt es eine Beratung dieser Dokumente erst, wenn die EU-Kommission ihre Vorlagen in deutscher Sprache zur Verfügung stellt." Es habe unter den 37 Ausschuss-Mitgliedern parteiü bergreifender Konsens bestanden, "dass eine Benachteiligung der deutschen Sprache gegenüber anderen Amtssprachen der EU nicht weiter hinnehmbar ist", so Hinsken. Das Gremium habe deshalb in einem Brief an den Präsidenten der EU-Kommission, José Manuel Barroso, gegen die wachsende Zahl von EU-Vorlagen in englischer Sprache protestiert. In dem Schreiben heißt es: "Dies ist dem europäischen Gedanken nicht dienlich, ist zeitökonomisch falsch und wird den Empfindungen der deutschsprechenden Bevölkerung nicht gerecht." Ein solches Vorgehen werde künftig nicht mehr akzeptiert, "dies nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Tatsache, dass Deutschland das bevölkerungsreichste Land der Union und der Nettozahler Nr. 1 ist".



Quelle: DEUTSCHE SPRACHWELT
http://www.deutsche-sprachwelt.de
- PRESSEMITTEILUNG - 5. Mai 2011

Eine Straße für besseres Deutsch

Erste Ergebnisse der neuen AG

Erlangen, 05. Mai 2011 - Zu ihrem ersten Arbeitstreffen kam am Mittwoch, 4. Mai 2011, die neue Arbeitsgemeinschaft "Straße der deutschen Sprache" zusammen. Die Zusammenkunft fand auf Einladung der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft im Köthener Rathaus statt. Die AG, in der sich Vertreter mehrerer Orte aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen zusammenfinden, war am 30. März in Köthen (Anhalt) gegründet worden. Auf ihrem dreistündigen Treffen widmete sich die AG einer umfangreichen Tagesordnung und machte ihre ersten Schritte auf dem Weg zur "Straße der deutschen Sprache".
Mehr auf www.straße-der-deutschen-sprache.de



Quelle: Sächsische Zeitung, Mittwoch, 20. April 2011

Sprachrettungsklub rettet auch Kunstwerke!

Rietschelgiebel

Kunsthistoriker trugen von Generation zu Generation Halbwahrheiten über die Figuren des Rietschelgiebels weiter und schmückten sie obendrein mit untauglichem Beiwerk aus. Ihnen kam nun Bautzens Schauspiel-Nestor Michael Lorenz auf die Schliche.
Mehr im Leserbrief in sz-online vom 20. April 2011 von Diethold Tietz
Foto: Johannes Mättig



Quelle: Sächsische Zeitung, Donnerstag, 31. März 2011

Eine Straße für besseres Deutsch

Städte in Mitteldeutschland sollen Sprachpflege und Touristenwerbung zu einer neuen Einheit verbinden.
Mehr bei Doreen Fiedler in sz-online



Quelle: Freie Presse Chemnitz - 31.3.2011

Auf den Spuren von Duden & Co.

Faksimile







Quelle: Mitteldeutsche Zeitung - mz-web.de erstellt: 30.03.11, 07:34h

«Straße der deutschen Sprache» soll 25 Städte verbinden

Köthen/dpa. In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen soll eine Straße der deutschen Sprache entstehen.
Mehr bei www.mz-web.de



Quelle: Deutsche Sprachwelt - Pressemitteilung 2011-03-16 Mittwoch, 16. März 2011

Sprachwahrer des Jahres: Ramsauer erhält neues Verkehrsschild

Erlangen, 16. März 2011 – Zum „Sprachwahrer des Jahres“ zeichnet heute die DEUTSCHE SPRACHWELT Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aus. Neben einer Urkunde erhält er ein ungewöhnliches Verkehrsschild. Anläßlich der Leipziger Buchmesse gab die Sprachzeitung heute die Ergebnisse zur Wahl der Sprachwahrer des Jahres 2010 bekannt. Mit 25,3 Prozent der Stimmen kam Ramsauer aufgrund seiner „Deutsch-Initiative“ auf den ersten Platz, gefolgt von dem ehemaligen Bü rgerrechtler Joachim Gauck (18,2 Prozent). Der ZDF-Moderator Peter Hahne und der Dichter Günter B. Merkel teilen sich mit jeweils 16,7 Prozent den dritten Platz. Verkehrsschild


Auf dem übergebenen Ortsausgangsschild stehen die Forderung „Freie Fahrt für die deutsche Sprache“ und darunter das durchgestrichene Wort „Denglisch“. Thomas Paulwitz, der Chefredakteur der DEUTSCHEN SPRACHWELT, überreicht das Schild heute um 11.30 Uhr im Bundesverkehrsministerium, zusammen mit der Siegerurkunde. Das Schild ist auch in fünfstelliger Auflage als Aufkleber gedruckt worden.
Mehr bei Deutsche Sprachwelt


Quelle: Deutschlandradio Kultur: Donnerstag, 10. März 2011, 14:30 Uhr

Verkehrsminister Ramsauer für Einsatz gegen Anglizismen ausgezeichnet

 

Ein "Laptop" wird bei ihm zum "Klapprechner", ein "Meeting" zur "Besprechung". Bundesverkehrs-Minister Peter Ramsauer wird für seinen Einsatz gegen Anglizismen ausgezeichnet. Die Fachzeitschrift "Deutsche Sprachwelt" wählte ihn zum Sprachwahrer des Jahres 2010. Der Bayer hatte zahlreiche englische Wörter in seinem Ministerium auf den Index gesetzt. "Tickets" dürfen nur noch "Fahrscheine" heißen. "Flipcharts" sind neuerdings "Tafelschreibblöcke". Ramsauer sagt, er habe aus der Bevölkerung einhundert Prozent Zustimmung für seinen Kampf gegen das "Denglische" erhalten.
Foto: bild.de


Quelle:

Ulrike Langner, Fränkischer Tag; Donnerstag, 3. März 2011

Ort: Haßfurt




Der Dresdner Kabarettist und "Polizeiruf"-Schauspieler gastierte in der Stadthalle. Als bekennender Dialektsprecher flogen ihm in Franken die Herzen nur so zu. Seine Vorstellung in Haßfurt begeisterte die Besucher mit seinem Programm "Uns fragt ja keener".
mehr bei www.inFranken.de


Quelle: sz-online/

Sächsische Zeitung, Samstag, 5. März 2011

Leserbriefe: Bautzener Sprachretter bei Kongress in Berlin
Die Unesco hat den 21. Februar zum Tag der Muttersprache erklärt. Aus diesem Anlass lud die Fraktion der CDU/CSU in den Deutschen Bundestag ein. Der Kongress „Sprache ist Heimat“ fand mit mehr als 200 interessierten Gästen aus dem In- und Ausland eine große Resonanz. Wir drei Teilnehmer vom Sprachrettungsklub Bautzen (SRK) empfanden es als sehr ehrenvoll, dass wir zu den wenigen Persönlichkeiten beziehungsweise Institutionen zählten, die der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen in seiner Begrüßung besonders hervorhob. Ein kurzes Fazit der Referate und der anschließenden Diskussion: Die Bedrohung der deutschen Sprache – vorwiegend durch uns selbst – wurde unterschiedlich bewertet. Die Bedeutung einer jeden Muttersprache (einschließlich regionaler Ausprägungen) für die Kultur und den Bestand von Nationen wurde bildhaft und überzeugend unterstrichen, natürlich frei von jedem Pathos und nationalistischer Überheblichkeit. Die Aufnahme der deutschen Sprache in das Grundgesetz wurde mehrheitlich befürwortet.
Diethold Tietz, Bautzen
s. a. Nachricht der CDU/CSU Fraktion mit Tondokument, Diskussionsbeitrag von D. Tietz bei 2:02
Im Ergebnis wurde folgendes Positionspapier (PDF-Datei) veröffentlicht.















Deutschlandradio vom 7.1.2009
Warum Vielfalt so wichtig ist


Lausitzer Rundschau vom 14.12.2008
Anglizismen im Alltag


Donnerstag, 4. Dezember 2008 (Sächsische Zeitung)

Neues vom Landstreicher
Sprachretter als Prinzen-Texter?

Dieses neue Lied von "Den Prinzen" ist wirklich richtig- ähm, wie sag' ich das jetzt bloß... Eigentlich wollte ich das Wort cool verwenden. Aber genau darum geht's in dem Titel "Be cool speak Deutsch" ja; um die zunehmende Verwendung der englischen Sprache im deutschen Alltag. Ob beim Zugfahren, beim Autokauf oder am Imbiss-Stand - überall werden neumodische Begriff verwendet, die nicht jeder versteht. "Die Prinzen" prangern das auf ihre Weise an; mit Witz und eingängiger Musik. Seit ich das Lied zum ersten Mal gehört habe, frage ich mich, wer den Text geschrieben hat. Und ich werde einen Verdacht nicht los: Das könnten glatt die Leute vom Bautzener Sprachrettungsklub gewesen sein. Schließlich bemühen die sich sehr um den Erhalt unserer Muttersprache. Wenn sie das jetzt auch auf diese Art tun, wäre das echt - ähm - cool. Entschuldigung, dass ich das Wort nun doch benutze. Aber ich finde einfach kein passendes in Deutsch.
Ihr Landstreicher


04.12.2008

Leserbrief zu "Sprachretter als Prinzen-Texter?"

Lieber Landstreicher, zwar sind wir Sprachretter pfiffige Leutchen, aber bis zu Textschreibern der Prinzen haben wir es noch nicht gebracht - also zu viel der Ehre. Kein Wunder, daß du den Text cool findest, schließlich wird es Winter. Uncool finden wir es übrigens wie die Medien mit dem lobenswerten CDU-Parteitagsbeschluß "Deutsch ins Grundgesetz" umgehen. Wenn Deutschland sich eines Tages zum 51. US-Bundesstaat erklären wird, schreiben wir auf alle Fälle einen Text für die Prinzen, versprochen!
Diethold Tietz, Bautzen


DIE WELT vom Sonnabend, 13. September 2008

Noch ist unsere Sprache nicht verloren

Artikel auf Seite 1 zur Eröffnung des Hauses der deutschen Sprache in Köthen


Sächsische Zeitung vom Dienstag, 9. September 2008

Merkel kritisiert Anglizismen im Deutschen


München. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert die große Anzahl englischer Begriffe in der deutschen Sprache. Dadurch drohe die deutsche Sprache immer unverständlicher zu werden, sagte Merkel gestern bei einem Besuch der Münchner Zentrale des Goethe-Instituts: "Die Sprache Goethes ist eine attraktive Sprache." Es müsse gekämpft werden, damit das Deutsche als "selbstbewusste Sprache" nach vorne gebracht werden könne. Sie warnte davor, Sprachschüler im Ausland könnten das Gefühl bekommen, ihr Deutschkurs sei "ein halber Englischkurs". Merkel betonte die Wichtigkeit der auswärtigen Kulturarbeit in Zeiten der Globalisierung. Je mehr die Welt sich vernetze, desto mehr sei das Kennen anderer Kulturen von außerordentlicher Bedeutung. Damit sei die Aufgabe des Goethe-Instituts aktueller denn je. Es sei international "das Symbol für kulturellen Austausch" mit Deutschland und leiste einen ganz wesentlichen Beitrag dazu, "Barrieren zwischen den Ländern abzubauen". (ddp)


Sächsische Zeitung vom Sonnabend, 5. Juli 2008

Mordgelüste im Reich der Sprache


Die Sprach-Mafia macht keine Gefangenen. Wo sie zuschlägt, wächst kein Gras mehr. Der Genitiv wird zugunsten des Dativ abgemurkst. Das harmlose „s“ am Ende eines Namens bekommt fast immer ein Apostroph vor die Nase geknallt. Nebensätze, die mit „weil“ beginnen, werden rabiat aufgemischt („weil das klingt einfach besser“). Das schöne Wortpaar „Sinn haben“ wird in die Scheidung getrieben – zugunsten der Zwangsehe von „Sinn machen“.
Und nun soll auch noch das Wörtchen „als“ dran glauben. Gestern fuhr der Beweis dafür durch Bautzen. „Nichts ist schöner wie Reisen“ stand in großer Schrift auf einem Bus. Früher hätte ich gelächelt. Heute ahne ich: Das ist kein harmloser Schreibfehler, hier kündigt sich der nächste Angriff der Sprach-Verhunzer an.
Drei, vier Jahre noch, dann wird sich die „Als-wie-Schwäche“ wie ein Fieber im Alltag verbreiten, bis am Ende ein jeder glaubt, es habe schon immer geheißen, dass der Dieter größer wie der Rainer ist. Sie wissen schon, der Dieter von „Dieter’s Imbiss“. Der muss es einfach sein, weil sonst macht das keinen Sinn,
Ihr Landstreicher



Mitteldeutsche Zeitung vom Montag, 23. Juni 2008

«Denglisch» nimmt vielfach überhand

von Sabine Brzezek

Köthen/MZ. Zum zweiten Mal lud die Neue Fruchtbringende Gesellschaft (NFG) am Freitag und Sonnabend zum "Köthener Sprachtag", dessen zahlreichen Gästen aus ganz Deutschland sich ein interessantes und abwechslungsreiches Tagungs- und Unterhaltungsprogramm bot...
...Zum 2. Köthener Sprachtag stellten sich die verschiedensten Sprachvereine mit ihren Zielen und Inhalten vor und diskutierten Möglichkeiten der Sprachpflege. Neben der NFG waren beispielsweise vertreten die Aktion Deutsche Sprache, der Sprachrettungsklub Bautzen, der Verein für Sprachpflege, der Pegnesische Blumenorden, der Arbeitskreis Deutsch als Wissenschaftssprache und andere...
(MZ-Foto: Heiko Rebsch)

Diese beiden und zwei weitere Mitglieder unseres Sprachrettungsklubs nahmen an der Tagung teil

Hier klicken => Vollständiger Text des Artikels




Sächsische Zeitung vom Dienstag, 26. Februar 2008

Der Hüter der deutschen Worte

Von Jana Ulbrich

"In Bautzen zu Hause" ist ein Werbespruch ganz nach seinem Geschmack: Vor zehn Jahren ist Diethold Tietz angetreten, die deutsche Sprache vor Verfremdung und unsinnigen Anglizismen zu retten. Der 65-jährige Bautzener hat damit schon so manchem die Augen geöffnet.

Foto: SZ/Uwe Soeder



Hier klicken => Vollständiger Text des Artikels



Deutsche Sprachwelt - Paulwitz vom 21.2.08 zum Tag der Muttersprache

Verkauf: Deutsche Sprache

Nach der Versteigerung der deutschen Sprache über Ebay zum Tag der Muttersprache 2003 und dem Verkauf einzelner Wörter im Rahmen einer "Wortpatenschaft" seit dem Tag der Muttersprache 2006 hat sich der Verein Deutsche Sprache (VDS) zum diesjährigen Gedenktag ein neues Geschä ftsmodell ausgedacht und dabei eine alte Idee aufgegriffen. Für Beträge zwischen 800 und 9.000 Euro bietet der Verein nun ein "Gütesiegel" an und setzt damit auf diesem Markt sogleich Höchstpreise. Bei anderen Anbietern gibt es ein solches Gütesiegel bereits ab 20 Euro. Der Bautzener "Sprachrettungsklub" vergibt das Zertifikat "Wir sprechen die Sprache unserer Kunden" nach genauer Prüfung sogar kostenlos. Das VDS-Sprachsiegel heißt "klar, logisch, treffend" - und "teuer", möchte man hinzufügen.

"Die Welt-online" vom 20. Februar 2008, von Sören Kittel


Die Verteidigung der Wörterwelt

 

Reiner Kunze zum Tag der deutschen Sprache in Köthen





Mitteldeutsche Zeitung vom 22.8.2007




"Die Welt" vom 21.8.2007br>



DIE ZEIT Donnerstag, 26. Juli 2007

Die verkaufte Sprache

Aus dem Kreis der Weltsprachen ist das Deutsche schon verschwunden. Nun wird es auch in seiner Heimat zum Sanierungsfall.
Wortlaut hier herunterladen

Sächsische Zeitung Dienstag, 27. März 2007







 

Mit Goethe gegen Denglisch

Von Heiko Engel

Bautzener Sprachretter fordern mehr deutsche Bezeichnungen, Lehrer arbeiten mit deutschen Klassikern gegen die Sprach-Vermischung an. Geschäfte nennen sich "Shops", Einkaufszentren werden zu "Centern", statt einer Pauschale gilt jetzt die "Flatrate" - Berliner Unions-Parlamentarier wehren sich gegen Englisch und dem deutsch-englischen Mischmasch Denglisch. Viele Menschen würden kein Englisch sprechen, könnten sich ausgegrenzt fühlen, argumentieren sie. Die Politiker fordern deshalb mehr "sprachlichen Verbraucherschutz".

Geschäfte haben reagiert

Bautzen ist der Bundeshauptstadt vielleicht schon einen klitzekleinen Schritt voraus. Diethold Tietz vom Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz jedenfalls sticht beim Stadtrundgang ins Auge: Das Sprachmischmasch hat sich verringert. Sicher, da gibt es die Wellness-Grotte oder den Elektro-Shop. Aber Der Vereinsvorsitzende erinnert sich noch gut an eine Aktion des Klubs vor einigen Jahren. "Da haben wir nicht so lange suchen müssen." Geschäftsleute hätten wahrscheinlich festgestellt: Deutsch statt Denglisch sei Kunden wohl sympathischer, meint Tietz. "Denglisch kotzt die Menschen an." Und noch etwas falle auf: Über den Sprachmischmasch ärgern sich nicht nur ostdeutsche Rentner. "Das ist eine verzerrte Wahrnehmung." Deutschlandweit und generationsübergreifend errege Denglisch Anstoß.
Dass es auch anders geht, will die "Aktion Deutsche Sprache" mit einem Fotowettbewerb beweisen. In der Jury vertreten sind auch die Bautzener Sprachretter. "Auch mit der deutschen Sprache können einprägsame, werbewirksame Firmenbezeichnungen gefunden und Kunden vor die Schaufenster gelockt werden", sagt Tietz. - Mit "Sprachpflege" arbeitet Andreas Kämpe, Leiter des Bautzener Schiller-Gymnasiums, gegen die Sprachvermischung an. "Wir bleiben zum Beispiel bei den klassischen Werken, wie sie der Lehrplan vorschreibt." Computer und Fernsehen machen den Pädagogen das Leben aber schwer. Viele von Kämpes Schülern sitzen stundenlang vor der Flimmerkiste, lesen zu wenig. Die Folgen zeigen sich im Klassenzimmer: Lehrer beobachten eine "Verflachung" des Wortschatzes.

Das Schiller-Gymnasium legt zwar Wert auf ordentliches Deutsch, aber englische Begriffe in deutschen Sätzen sind nicht verpönt. "Da, wo es angebracht ist, können englische Fachbegriffe verwendet werden", sagt der Schulleiter. Und auch im Alltag konnte sich der ein oder andere Anglizismus durchsetzen: Das Wort "Flyer" etwa ist so ein Fall. Weil die Gestaltung anspruchsvoller sei, treffe das deutsche Wort "Flugblatt" nicht mehr den Kern der Sache. Die hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Michalk unterstützt zwar die Sprach-Bemühungen der Fraktionskollegen, nennt ihre Internet-Prä senz auch schon lange nicht mehr "Homepage" sondern "Informationsseiten." Um die Lausitz hat sie trotzdem keine Angst. "Meine Heimat ist nicht total verenglischt. Vor allem in Berlin fällt mir das total auf." Für Maria Michalk geht es aber nicht nur um Worte, sondern auch um Sprachbewusstsein. "Wir sollten uns deshalb selber disziplinieren." Auch Dirk Mittrach von der Bautzener Verbraucherzentrale bleibt gelassen. Oft erschließe sich der Packungsinhalt trotz eines unverständlichen Produktnamens. Kunden sollten ohnehin nur kaufen, wenn sie verstehen worum es geht oder einfach beim Personal nachfragen. Verständnis-Probleme könnten vielleicht Englä nder bekommen, gibt Mittrach zu bedenken: "Handys" zum Beispiel gibt es nur in Deutschland.

Kommentar SRK: "Flyer" ist ein untaugliches Beispiel, man sollte "Faltblatt" sagen, das kann "anspruchsvoll gestaltet" werden.
WochenKurier Bautzen, 21.02.2007

Bautzener Ideen weitertragen

Sprachretter wirken nun auf nationaler Ebene

Der Bautzener Sprachrettungsklub trat kürzlich der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen/Anhalt bei. WochenKurier sprach mit Diethold Tietz, der in den Vorstand gewählt wurde.

Was erhofft sich der Verein durch den Beitritt?

Als Mitbegründer der Gesellschaft wollen wir auch Mitgestalter der fruchtbringenden Sprachkritik und Sprachpflege sein. Zudem sind wir eigennützig genug, durch diese Partnerschaft den Bekanntheitsgrad unserer eigenen Sprachretter-Aktivitäten zu intensivieren.

Mit Erfolg?

Ja. Bereits jetzt haben sich Interessenten aus 25 Ländern auf unserer Internetseite umgesehen. Dort werben wir nicht nur für die deutsche Sprache, sondern zugleich für unsere Stadt und unsere Region.

Was genau ist Ihr Ziel als Vorstandsmitglied?

Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, den wissenschaftlich-historischen Anspruch gleichberechtigt durch zeitgemäß bürgernahe Aspekte zu ergänzen.

Werden Sie auch einige Bautzener Einflüsse einbringen?

Sicherlich. Der Vortand wird sich bald mit der Ausschreibung eines Sprachpreises für Kinder und Jugendliche befassen, hier wird das Bautzener Vorbild gewiß Pate stehen. Auch die Bautzener Aktion "Wir sprechen die Sprache unserer Kunden" soll nach Sachsen-Anhalt und womöglich nach ganz Deutschland "exportiert" werden.
Es fragte Katja Starke

 


Im Mitteilungsblatt Bautzen, 27. Januar 2007

Bundesweite Sprachgesellschaft gegründet - Bautzener im Vorstand

In Köthen wurde jetzt die "Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen/Anhalt" gegründet. Sie erinnert an die "Fruchtbringenden Gesellschaft" (auch "Palmenorden" genannt). Dies war die erste und bedeutendste deutsche Sprachgesellschaft. Sie entstand 1617 in Weimar, hatte ihren ersten Sitz in Köthen und bestand bis 1680. Mit der Neugründung soll bewahrenswerte Tradition mit den Erfordernissen heutiger Sprachkritik und Sprachpflege verbunden werden. Eines der ehrgeizigen langfristigen Ziele ist es, in Köthen ein Haus der deutschen Sprache einzurichten und alle Kräfte guten Willens zu bündeln. Zu den kurzfristigen Vorhaben zählt ein Sprachwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Die Vereinsgründung wurde maßgeblich von OB Kurt-Jürgen Zander (SPD) vorangebracht. Zu den Initiatoren zählte auch der Bautzener Diethold Tietz. Die 20 Gründungsmitglieder wählten Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg zur Vorsitzenden, Tietz gehört dem Vorstand an. Der "Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz" erklärte seinen Beitritt. Er wird insbesondere durch seine Bürgernähe die Tätigkeit des neuen Vereins beleben. Diethold Tietz, Spachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz e.V.


Im SPIEGEL Nr. 40 vom 2.10.2006

Rettet dem Deutsch - Die Verlotterung der Sprache

Bitte selber lesen!
Kommentar von Diethold Tietz: Die pure Lust für alle, die etwas gegen unser heute allgegenwärtiges Schimpansendeutsch einzuwenden haben und die auch nicht danach streben, 51. US-Bundesstaat zu werden.
Auf 14 Seiten gibt es Ergötzliches über "Deutsch for sale" (dramatische Verlotterung unserer Sprache mit der Sucht, alles angelsächsisch "aufzupeppen"), "Grammatik als Comedy" (Bastian Sick als "Begeisterer der Massen") und "Apokalyptische Erfahrungen" (BundestagspräsidentNorbert Lammert über den Stellenwert des Deutschen in Europa).
Es rechnet sich, dieses Highligth noch vor der Deadline zu ordern!
best regards!



In der BamS vom 1. Oktober 2006

Deutsche gegen Englisch-Mischmasch

HAMBURG - Die Mehrheit der Deutschen lehnt Anglizismen in Werbung und Medien ab. Das ergab eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag vom "Spiegel". 66 Prozent der 1000 Befragten meinten, englische Begriffe seien "im Großen und Ganzen" überflüssig. 74 Prozent störten sich besonders an deutsch-englischen Mischwörtern. Nur 27 Prozent fanden, dass die neuen Ausdrücke die deutsche Sprache bereichern.



Übersetzung aus der sorbischen Abendzeitung Serbske nowiny vom 31. Mai 2006

Die Sorge um Sprache und Stil

Bautzen (CK/SN). Für den 100.Klubabend des Bautzener Sprachrettungsklubs hatte Jurij Brezan einen Vortrag über die Sprachkultur zugesagt. In Erinnerung an den im März verstorbenen Schriftsteller fand gestern in der „Spreepension“ eine Lesung aus seinen Aufzeichnungen über Sprache und Stil statt.

Der Mitbegründer des Klubs, Sieghard Kosel, brachte viele Beispiele, die Brezan als „ Personifikation des neuen Sorbentums und dessen Öffnung in die Welt“ dokumentierten. Er stellte den Verstorbenen auf eine Ebene in der Sprachgewandtheit mit Kant und in der Sprachklarheit mit Strittmatter. Neben diesen beiden gehört Brezan zu den beliebtesten Schriftstellern der Literatur der DDR. Dass er auch bei den deutschen Lesern eine gutes Echo fand, lag an seinem Umgang mit der Sprache. Er hat nie übersetzt, sondern immer in der anderen Sprache gedacht. „ So reichten ihm im Sorbischen für die Beschreibung einer (sorbischen- d.Ü. ) Hochzeit einige Zeilen. Die selbe Szene dem deutschen Leser beizubringen war für ihn eine gehörige Portion Arbeit“, sagte Kosel.

„ Wir bekamen Brezan aus einer bisher unbekannten Sicht vorgestellt. Seine Nähe zu unserer Sprache war uns Nichtsorben so nicht bewusst“, meinte der Klubvorsitzende Diethold Tietz. Brezans kritische Betrachtung des Umgangs mit der Sprache entspricht auch den Zielen des Bautzener Klubs. „ Auf jeden Schriftsteller - auch auf den guten - wird nicht gehört, wenn ihn die nachfolgenden Generationen nicht lesen“, fügte Horst Gröger hinzu. Im Falle von Brezan möchten die Mitglieder des Vereins dazu beitragen, dass Brezan unvergessen bleibt.


Aus dem Wochenkurier Bautzen vom 31.05.06


Zu „Skater beeindrucken das Publikum auf der Platte“, 4.5., S. 18, schreibt Diethold Tietz aus Bautzen in der SZ vom 10.05.2006:

Genitiv meuchelt doch den Dativ

Die Bildunterschrift verrät, dass Clemens mit dem frontside tailslide auf einer Funbox beim „destroy the car“ Contest übt. Das reizt natürlich ungemein, im Text mehr zu erfahren, obwohl bereits in der Ü berschrift vereinzelte deutsche Wörter mächtig stören. Können die Kids denn solche veraltete Sprach-Brocken wie „Hintergrund“, „Platte“ und „Auto“ überhaupt noch verstehen?

Doch der Text versöhnt: bei einer guten Location slideten die Jungs (?) an der Rail, zumal auch auf der Bühne performt wurde.

Rätselhaft bleibt, was das ganze mit einer „Parkur“ zu tun hatte, da ja in Bautzens Innenstadt an Feiertagen ohne Parkuhr geparkt werden darf. Oder sollte gar ein Parcours gemeint sein?

Übrigens hat sich Bastian Sick, der beliebteste Deutschlehrer der Nation, gewaltig geirrt, wenn er behauptet: „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“. Mit der Formulierung „Getreu des Slogans...“ meuchelt ganz im Gegenteil der Genitiv den Dativ! Kurzum, die Lektüre ist ein Gewinn. Schließlich erfährt man auch, dass eine Bank nicht nur ein Geldinstitut ist, die Bank ist obendrein ein pyramidenfö rmiger Körper. Oder ist diese Bank eine „Bänk“?


Sächsische Zeitung Dienstag, 4. April 2006


Sächsische Zeitung Samstag, 1. April 2006

Rettet die deutsche Sprache

Da ich als Dauer-Wanderer stets Durst habe und demzufolge so einiges zum Umsatz eines hiesigen Mineralwasser-Herstellers beitrage, hatte mich das Unternehmen dieser Tage eingeladen. Ich durfte dabei sein, wie der Firmenchef und ein bekannter Fußball-Lehrer auf weitere gute Zusammenarbeit anstießen – natürlich mit Wasser. Der Mann sei ein guter „Coach“, hieß es da, und für das „Open“ genau der richtige Partner. Und überhaupt – wie das Miteinander von Firma und Region funktioniert, sei ein prima Beispiel für „Private Public Partnership“.

Das Ganze fand übrigens im Sächsischen Landtag in Dresden statt. Ich empfehle den Veranstaltern, das nächste Mal in den Bundestag nach Berlin einzuladen. Denn dort wird ab sofort ein gutes Deutsch gepflegt. Dazu haben sich in seltener Einigkeit Bundestagsabgeordnete fast aller Parteien verpflichtet. Angeregt fühlten sie sich übrigens auch durch den Sprachrettungsklub Bautzen. Ich unterschreib jetzt ganz bewusst nicht mit „Your vagabond“, sondern bin wie immer

Ihr Landstreicher

Sächsische Zeitung Dienstag, 21. März 2006

Michael Guggenheimer (li.), Autor des Buches „Görlitz. Schicht um Schicht“ aus dem Bautzener Lusatia Verlag, kam am Leipziger Messestand mit Verlagsleiter Frank Stübner ins Gespräch.

Foto: Carmen Schumann

Großer Zuspruch für Lausitzer und sorbische Literatur Von Carmen Schumann Töpferstraße. Neben Domowina- und Lusatia Verlag präsentierte sich auf der Leipziger Buchmesse auch der Sprachrettungsklub.

Der Tod des „großen alten Mannes der sorbischen Literatur“, Jurij Brezan, war für die beiden Bautzener Verlage auf der Leipziger Buchmesse das zentrale Thema. Denn sowohl der Domowina- als auch der Lusatia Verlag hatten große Pläne für den Messeverlauf, aber auch für die Zeit danach. Wer konnte schon ahnen, dass der Freitag, der Tag, für den eine Lesung mit Jurij Brezan angesetzt war, der Tag seiner Beisetzung werden würde?

Doch die Lesung musste nicht ausfallen. Auf Initiative von „Leipzig liest“ fand eine Gedenklesung im Franz-Mehring-Haus statt. Der Leipziger Schauspieler Peter Wilczynski trug rund 60 Besuchern die noch vom Dichter selbst ausgewählten Texte aus der Neuerscheinung „Die Jungfrau, die nicht ins Bett wollte“ vor. „Es war eine sehr anspruchsvolle Veranstaltung, die eine große Resonanz fand“, sagte Verlagsmitarbeiterin Manja Bujnowska. Viele Besucher am Messestand hätten ihr Bedauern über den doch unerwarteten Tod dieser großen sorbischen Persönlichkeit ausgedrückt. Denn trotz seines hohen Alters steckte der Dichter nach wie vor voller Pläne.

So hatte er sich ausdrücklich gewünscht, dass seine jüngste Erzählung „Der alte Mann und das enge Weite“ beim Lusatia Verlag erscheint. Dieses Buch ist derzeit in Arbeit und kommt im Mai heraus. Und natürlich musste auch Verlagsleiter Frank Stübner viele Fragen zu Brezans Tod beantworten. „So ist nun seine letzte Erzählung das erste Brezan-Buch, das in unserem Verlag erscheint“, sagt der Verlagsleiter, der zu Leben und Werk des Schriftstellers promoviert hat.

Der Rekordbesuch der Buchmesse schlug sich natürlich auch bei den Bautzener Verlagen nieder. „Es war eine richtig tolle Messe mit vielen Besuchern und vielen Fragen“, bilanziert Frank Stübner. Er war zum dreizehnten Mal dabei und konnte so viele Bestellungen wie noch nie zuvor entgegennehmen.

Promis am Lusatia Stand

Am Stand ließen sich auch zahlreiche prominente Persönlichkeiten sehen, so Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee, Staatssekretär Dr. Albert Hauser und die Autoren Michael Guggenheimer aus der Schweiz und Hannelore Lauerwald. Deren Buch „Goethes Minchen in Görlitz“ steht am kommenden Sonntag im Mittelpunkt der Reihe „Literatur vorMittag“ im Bautzener Burgtheater. Erstmals zur Leipziger Buchmesse anwesend war auch der Bautzener Sprachrettungsklub, der seinen neuen Internetauftritt präsentierte. „Ich wurde oft gefragt: Was erreicht Ihr denn?“ berichtet Diethold Tietz, der Vereinsvorsitzende. „Dann kann ich darauf verweisen, dass die Bautzener Kreisverwaltung 2005 in ihren Ankündigungen Event durch Veranstaltung ersetzte und die Oberlausitz Kliniken die Bezeichnung Stroke-Unit mit dem Zusatz Schlaganfall-Intensiv-Station ergänzten.“ Auch, dass die Band „Silbermond“ das Wort Soundcheck durch Klangprobe ersetzten, schreiben sich die Sprachretter zu. Am Messestand sammelte Diethold Tietz 144 Meinungen darüber ein, wie viele Politiker sich wohl an einer von der „Deutschen Sprachwelt“ initiierten Selbstverpflichtung zu gutem Deutsch beteiligen werden. Die Bautzener Bundestagsabgeordnete Maria Michalk war eine der ersten, die es tat.


 


Auch in linken Zeitungen ist nicht alles rechtens

Leserbrief von Diethold Tietz



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Sprachzertifikat für die Stadt Bautzen

Und hier geht es zur Ausgabe "Bautzen-Aktuell" vom Monat Oktober

Hier ist die Anmeldung zum Bezug von "Bautzen-Aktuell" möglich




Straße der deutschen Sprache

Dazu ein Beitrag der Lausitzer Rundschau vom 11. Oktober 2011



Amtsblatt der Stadt Bautzen vom 24.09.2011


 

 


 

 


Die Domowina will die Idee der Straße der deutschen Sprache unterstützen

Sorbische Sprache und Kultur einbeziehen

Bautzen (SN/MiR ) Sorbische Aspekte sollen bei der Bildung der „Straße der deutschen Sprache“ eine wichtige Rolle spielen, ist doch Bautzen in das Projekt mit eingebunden. Das kündigte der Vorsitzende des hiesigen Klubs der Sprachretter Diethold Tietz gestern auf einer Veranstaltung anlässlich des Tages der deutschen Sprache im Burgtheater an.

Tietz sagte weiter: „ Die Mitglieder der Kommission, die sich um die Umsetzung der Idee kümmern, waren anfänglich darüber etwas verwundert , die sorbische Sprache und Kultur einzubeziehen.“ Eine Umfrage auf dem diesjährigen Bautzener Frühling habe aber Skeptiker aus Köthen und weiteren sich beteiligenden Städten Sachsen, Thüringens und Sachsen-Anhalts überzeugt. Mehr als zwei Drittel der Befragten wünschen sich, dass sorbische Bereiche Bestandteil dieser Straße sein sollten. Nötig sind neben kulturellen und kulinarischen Angeboten weitere, wie Bildungsangebote, die werben.

André Wucht , der Verantwortliche der Bautzener Stadtverwaltung für Pressearbeit und Marketing, versprach die Unterstützung der Stadt. „ Wichtig ist aber, dass sich die Kommission  mit grundsätzlichen Fragen, wie der Rechtsform und der Finanzierung , zur Bildung der Straße beschäftigt“, sagte er. Der Vorsitzende der Domowina, David Statnik ,  schloss sich dem an. „Ich halte die Idee für eine gute Plattform, die die Sprachräume nicht  einengt und zur besseren Vermarktung der Region beiträgt.“

Sieghard Kosel kritisierte den sorglosen Umgang  mit der Sprache, der deutschen wie der sorbischen. Janina Brankatschk las unter anderem aus der Schrift von Jurij Mjeń ( 1727 – 1785 ) über die Erhabenheit und  das Lob der Sprache. Michael Lorenz betonte aus den Werken von Kito Lorenz lesend den Wert der sorbischen Sprache in der zweisprachigen Lausitz.

(Serbske nowiny vom 20. September 2011 Übersetzung von Sieghard Kosel)

 


Sprachretter besuchten RC Witaj

„ Ich freue mich, dass wir so oft mit sorbischen Einrichtungen ins Gespräch kommen“, äußerte der Vorsitzende des Bautzener Sprachrettungsklubs, Diethold Tietz auf dem unlängst stattgefundenen Treffen im Sprachzentrum Witaj (RCW). Die Leiterin der Einrichtung Dr. Beate Brězan  ermöglichte den  Gästen des Abends ,  den interessierten Mitgliedern des Bautzener Sprachrettungsklubs ,einen gründlichen Einblick  in das breite Feld des Wirkens der Mitarbeiter der sorbischen  Institution. Dr. Balzer aus Zittau brachte den Einruck aller Anwesende zum Ausdruck: „ Wir haben viel Neues gehört, wird doch auch viel Neues gemacht.“

Dr. Brězan  erläuterte, auf die Ausarbeitungen des Sprachzentrums verweisend, dass das RCW mittlerweile bereits auf gewichtige Erfolge verweist, und das beträfe die methodische Unterstützung der Lehrkräfte für Sorbisch wie gleichermaßen moderne Lehrmittel und andere Hilfsmittel. Mit  Zufriedenheit  empfingen die Klubmitglieder die Information, dass sich das Sprachzentrum stark  für die Bildungs- und Kulturarbeit unter Jugendlichen mit unterschiedlichen Formen  einsetzt und dass das Zentrum auf den Dörfern im zweisprachigen Gebiet gern mehr sorbische Sozialarbeiter einsetzten möchte.

In der zweistündigen Präsentation und Diskussion widmete sich der Kreis auch den allgemeinen Fragen der Sprachbildung, bei denen die die Entwicklung der sorbischen Sprache auch für die Klubmitglieder eine wichtige Rolle spielt.. „Uns ist die Beschäftigung mit sorbischen Fragen von Anfang an Bestandteil der Arbeit“, stellte der Sprachklubvorsitzende Diethold Tietz fest.

  Bildtext:

Die Mitglieder der  Sprachrettungsklubs besuchten vor kurzem  das Sprachzentrum Witaj und ließen sich von dessen Leiterin Dr. Beate Brězan die Arbeit der Einrichtung erklären.

  (Serbske nowiny vom 6.september 2011   Übersetzung von Sieghard Kosel)

 


 

 

 

 



 

sz-online, 01.09.2011:

Sprachretter zu Gast im Witaj-Zentrum



Unter dem Motto "Witaj - Sprachen können - Das ist cool!" empfing Dr. Beate Brezan die Mitglieder und Gäste des Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz im sorbischen Sprachzentrum am Postplatz in Bautzen. Sie stellte uns eine Fülle von Materialien und Aufgaben des Zentrums vor. Immer wieder wurde für uns der Grundsatz deutlich: Sprache wird gesprochen, sie erhält sich so am Leben. Lebenslanges Lernen einer Sprache ist das Beherrschen der eigenen Muttersprache. Die sorbische Sprache wurde durch die Industrialisierung und den technischen Wandel in den Städten und Dörfern und auch in den Familien der Lausitz bedroht. Das sorbische Sprachzentrum leistet einen großen Umfang von Aufgaben, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. Eine eigene Internetseite gibt Auskunft über Fachfragen und Fachgebiete. Beate Brezan gab uns Lernmaterialien für Grundschüler. Plötzlich wurden wir Erwachsenen durch Rätseln, Lachen, Reden und auch Abgucken beim Nachbarn zu Kindern.

Ein Dank geht an Dr. Brezan. Ihr Vortrag hat uns einen besonderen Blick für die sorbische Sprachpflege gebracht. Die Sprache gehört zu und in unsere Heimat. Wir gewannen die feste Überzeugung: Sie wird mit uns allen weiterleben.

Reingard Böhmer, Bautzen


 


Quelle: Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Görlitz, 26. Juli 2011

Görlitzer wollen mit Spaß die Sprache retten

Zum Artikel hier klicken
Quelle: Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Bautzen, 26. Juli 2011
Leserbrief

Wundervolle Fahrt zu den Klassikern in Weimar

Der Sprachrettungsklub Bautzen hatte zu einer Reise nach Weimar eingeladen. Das erste Ziel war die Anna Amalia Bibliothek. Alle hatten noch die Schreckensmeldung vom 2. September 2004 vor Augen: Die einzigartige Bibliothek ist ein Opfer der Flammen, und unwiederbringliches Kulturerbe ist zerstört worden. Auch wir Mitglieder des Sprachrettungsklubs nahmen an der Spendenaktion teil. Schon am 24. Oktober 2007 kam es zur Wiedereröffnung. Nun standen wir vor dem historischen Bibliotheksgebäude, betrachteten die Innenrä ume und erahnten die großen Leistungen, die vollbracht wurden und werden, um alles im alten Glanz wiedererstehen zu lassen. Noch lange Zeit und Geld wird gebraucht, um beschädigtes Buchmaterial zu restaurieren und wieder der Forschung bereitzustellen.
Ein Besuch der Fürstengruft schloss sich an. Ehrfurchtsvoll verweilten wir an der Ruhestätte Schillers und Goethes. Sie regte uns zum Nachdenken an: Wenn die Mächtigen Kultur fördern, entsteht für das Volk ein geistiger Lebensraum geprägt von Humanismus. Den Abschluss der schönen Fahrt bildete ein Stadtgang mit dem auch den Bautzenern bekannten Architekten Professor Schwarzbach. Der Aufenthalt war für alle ein Gewinn. Besonders gedankt sei Diethold Tietz und Marion Schleyer, die diese wundervolle Fahrt organisierten.
Reingard Böhmer, Bautzen
s. a. Veranstaltungsberichte




Quelle: Sächsische Zeitung, Lokalausgabe Görlitz, 14. Juli 2011


SALE SALE SALE SALE

Zu diesen und anderen sprachlichen Ausrutschern lesen Sie die folgenden Artikel:

Der Kampf ums Deutsch
Auf ein Wort
Das Tagesgespräch mit Diethold Tietz


Quelle: Pressemitteilung der Domowina vom 01. Juli 2011 

Die sorbische Sprache einbeziehen 

Der Vorsitzende der Domowina Dawid Statnik traf sich gestern in Bautzen mit Diethold Tietz, dem Vorsitzenden des Sprachrettungsklubs Bautzen/Oberlausitz. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die geplante Straße der deutschen Sprache, die vom Klub vorbereitet wird. Dawid Statnik hatte sich nach verschiedenen Medienberichten über dieses Projekt Anfang Juni an D. Tietz gewandt und ihm ein Gespräch angeboten. Der Bautzener Sprachrettungsklub hatte am 28. Mai, am Tag der Vereine im Rahmen des Bautzener Frühlings, eine öffentliche Befragung durchgeführt, was die Leute von einer solchen Straße halten und ob dabei auch sorbische Stationen aufgenommen werden sollten. Die Antworten waren unterschiedlich. Diethold Tietz bekräftigte gestern, dass er eine Einbeziehung sorbischer Stationen unterstütze und sich dafür einsetze. Dawid Statnik verwies auf den kulturellen Reichtum, über den die Lausitz mit der Zweisprachigkeit verfügt, wie auch darauf, dass in die Planung der Straße auch Aspekte der Sprachförderung einbezogen werden sollten. Er bot dem Klub, falls erforderlich, konzeptionelle und argumentative Hilfe an.

Bautzen. Die geplante Straße der deutschen Sprache stand im Mittelpunkt des gestrigen Gesprächs des Vorsitzenden der Domowina Dawid Statnik mit Diethold Tietz, dem Vorsitzenden des Sprachrettungsklubs Bautzen /Oberlausitz. Der Sprachklub bereitet dieses Projekt vor. Statnik verwies darauf, dass in die Planung auch Aspekte der Sprachförderung, Ausbildung und Literatur aufgenommen werden sollten. Tietz sagte die Einbeziehung sorbischer Stationen zu.

Quelle: Serbske noviny vom 1.Juli 2011

 


Quelle: Morgenpost am Sonntag 03.07.2011

Die Dresdner Redakteurin Doreen Grasselt entdeckte im Internet zufällig den SRK. Dies weckte ihre Neugier.
Diethold Tietz erzählte Frau Grasselt von der Straße der deutschen Sprache. Daraus entstand der folgende Bericht:

s. Zeitungsausschnitt Morgenpost

Auch die Zusammenarbeit mit dem Fotografen Maik Ehrlich war höchst interessant und -wie man sieht- auch ertragreich.


Zur Vergrößerung bitte an ein Bild klicken
dtschild1.jpg (528971 Byte) dtschild2.jpg (448847 Byte) dtschild3.jpg (370373 Byte) dtschilder.jpg (708610 Byte)




Quelle: Mitteldeutsche Zeitung - Köthen

Sprachtag beim Köthener Stadtfest vom 25./26.Juni 2011

s. Zeitungsausschnitt oberer Teil und den unteren Teil


Quelle: Mitteldeutsche Zeitung - mz-web.de
Köthen

Kultureller Wegebau für die Straße der deutschen Sprache

VON MATTHIAS BARTL
KÖTHEN/MZ. ... Und zwar nicht irgendeine, sondern die Straße der deutschen Sprache, deren Kerngebiet in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen liegen soll, mit bestenfalls 25 Städten, die an dieser Straße liegen würden, Kamenz und Schleiz, Bautzen und - natürlich - Köthen und andere mehr. Die erste Ferienstraße, die Sprachpflege und Fremdenverkehr miteinander verknüpft. Wo, glaubt es nur, die Wiege des Hochdeutschen steht. Und anderes mehr zu finden ist, was Sprache und Region zu einer einzigartigen Kombination verwebt.
...
Ausführlich bei MZ Köthen, 26.06.2011



Quelle: BamS 12. Juni 2011

Wirtschaftsausschuss des Bundestags will EU-Vorlagen auf Englisch boykottieren

Der Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags will in Zukunft englischsprachige Vorlagen der EU-Kommission boykottieren. Ausschuss-Chef Ernst Hinsken (CSU) sagte "Bild am Sonntag": "Künftig gibt es eine Beratung dieser Dokumente erst, wenn die EU-Kommission ihre Vorlagen in deutscher Sprache zur Verfügung stellt." Es habe unter den 37 Ausschuss-Mitgliedern parteiü bergreifender Konsens bestanden, "dass eine Benachteiligung der deutschen Sprache gegenüber anderen Amtssprachen der EU nicht weiter hinnehmbar ist", so Hinsken. Das Gremium habe deshalb in einem Brief an den Präsidenten der EU-Kommission, José Manuel Barroso, gegen die wachsende Zahl von EU-Vorlagen in englischer Sprache protestiert. In dem Schreiben heißt es: "Dies ist dem europäischen Gedanken nicht dienlich, ist zeitökonomisch falsch und wird den Empfindungen der deutschsprechenden Bevölkerung nicht gerecht." Ein solches Vorgehen werde künftig nicht mehr akzeptiert, "dies nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Tatsache, dass Deutschland das bevölkerungsreichste Land der Union und der Nettozahler Nr. 1 ist".



Quelle: DEUTSCHE SPRACHWELT
http://www.deutsche-sprachwelt.de
- PRESSEMITTEILUNG - 5. Mai 2011

Eine Straße für besseres Deutsch

Erste Ergebnisse der neuen AG

Erlangen, 05. Mai 2011 - Zu ihrem ersten Arbeitstreffen kam am Mittwoch, 4. Mai 2011, die neue Arbeitsgemeinschaft "Straße der deutschen Sprache" zusammen. Die Zusammenkunft fand auf Einladung der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft im Köthener Rathaus statt. Die AG, in der sich Vertreter mehrerer Orte aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen zusammenfinden, war am 30. März in Köthen (Anhalt) gegründet worden. Auf ihrem dreistündigen Treffen widmete sich die AG einer umfangreichen Tagesordnung und machte ihre ersten Schritte auf dem Weg zur "Straße der deutschen Sprache".
Mehr auf www.straße-der-deutschen-sprache.de



Quelle: Sächsische Zeitung, Mittwoch, 20. April 2011

Sprachrettungsklub rettet auch Kunstwerke!

Rietschelgiebel

Kunsthistoriker trugen von Generation zu Generation Halbwahrheiten über die Figuren des Rietschelgiebels weiter und schmückten sie obendrein mit untauglichem Beiwerk aus. Ihnen kam nun Bautzens Schauspiel-Nestor Michael Lorenz auf die Schliche.
Mehr im Leserbrief in sz-online vom 20. April 2011 von Diethold Tietz
Foto: Johannes Mättig



Quelle: Sächsische Zeitung, Donnerstag, 31. März 2011

Eine Straße für besseres Deutsch

Städte in Mitteldeutschland sollen Sprachpflege und Touristenwerbung zu einer neuen Einheit verbinden.
Mehr bei Doreen Fiedler in sz-online



Quelle: Freie Presse Chemnitz - 31.3.2011

Auf den Spuren von Duden & Co.

Faksimile







Quelle: Mitteldeutsche Zeitung - mz-web.de erstellt: 30.03.11, 07:34h

«Straße der deutschen Sprache» soll 25 Städte verbinden

Köthen/dpa. In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen soll eine Straße der deutschen Sprache entstehen.
Mehr bei www.mz-web.de



Quelle: Deutsche Sprachwelt - Pressemitteilung 2011-03-16 Mittwoch, 16. März 2011

Sprachwahrer des Jahres: Ramsauer erhält neues Verkehrsschild

Erlangen, 16. März 2011 – Zum „Sprachwahrer des Jahres“ zeichnet heute die DEUTSCHE SPRACHWELT Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer aus. Neben einer Urkunde erhält er ein ungewöhnliches Verkehrsschild. Anläßlich der Leipziger Buchmesse gab die Sprachzeitung heute die Ergebnisse zur Wahl der Sprachwahrer des Jahres 2010 bekannt. Mit 25,3 Prozent der Stimmen kam Ramsauer aufgrund seiner „Deutsch-Initiative“ auf den ersten Platz, gefolgt von dem ehemaligen Bü rgerrechtler Joachim Gauck (18,2 Prozent). Der ZDF-Moderator Peter Hahne und der Dichter Günter B. Merkel teilen sich mit jeweils 16,7 Prozent den dritten Platz. Verkehrsschild


Auf dem übergebenen Ortsausgangsschild stehen die Forderung „Freie Fahrt für die deutsche Sprache“ und darunter das durchgestrichene Wort „Denglisch“. Thomas Paulwitz, der Chefredakteur der DEUTSCHEN SPRACHWELT, überreicht das Schild heute um 11.30 Uhr im Bundesverkehrsministerium, zusammen mit der Siegerurkunde. Das Schild ist auch in fünfstelliger Auflage als Aufkleber gedruckt worden.
Mehr bei Deutsche Sprachwelt


Quelle: Deutschlandradio Kultur: Donnerstag, 10. März 2011, 14:30 Uhr

Verkehrsminister Ramsauer für Einsatz gegen Anglizismen ausgezeichnet

Ein "Laptop" wird bei ihm zum "Klapprechner", ein "Meeting" zur "Besprechung". Bundesverkehrs-Minister Peter Ramsauer wird für seinen Einsatz gegen Anglizismen ausgezeichnet. Die Fachzeitschrift "Deutsche Sprachwelt" wählte ihn zum Sprachwahrer des Jahres 2010. Der Bayer hatte zahlreiche englische Wörter in seinem Ministerium auf den Index gesetzt. "Tickets" dürfen nur noch "Fahrscheine" heißen. "Flipcharts" sind neuerdings "Tafelschreibblöcke". Ramsauer sagt, er habe aus der Bevölkerung einhundert Prozent Zustimmung für seinen Kampf gegen das "Denglische" erhalten.
Foto: bild.de


Quelle:

Ulrike Langner, Fränkischer Tag; Donnerstag, 3. März 2011

Ort: Haßfurt




Der Dresdner Kabarettist und "Polizeiruf"-Schauspieler gastierte in der Stadthalle. Als bekennender Dialektsprecher flogen ihm in Franken die Herzen nur so zu. Seine Vorstellung in Haßfurt begeisterte die Besucher mit seinem Programm "Uns fragt ja keener".
mehr bei www.inFranken.de


Quelle: sz-online/

Sächsische Zeitung, Samstag, 5. März 2011

Leserbriefe: Bautzener Sprachretter bei Kongress in Berlin
Die Unesco hat den 21. Februar zum Tag der Muttersprache erklärt. Aus diesem Anlass lud die Fraktion der CDU/CSU in den Deutschen Bundestag ein. Der Kongress „Sprache ist Heimat“ fand mit mehr als 200 interessierten Gästen aus dem In- und Ausland eine große Resonanz. Wir drei Teilnehmer vom Sprachrettungsklub Bautzen (SRK) empfanden es als sehr ehrenvoll, dass wir zu den wenigen Persönlichkeiten beziehungsweise Institutionen zählten, die der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Börnsen in seiner Begrüßung besonders hervorhob. Ein kurzes Fazit der Referate und der anschließenden Diskussion: Die Bedrohung der deutschen Sprache – vorwiegend durch uns selbst – wurde unterschiedlich bewertet. Die Bedeutung einer jeden Muttersprache (einschließlich regionaler Ausprägungen) für die Kultur und den Bestand von Nationen wurde bildhaft und überzeugend unterstrichen, natürlich frei von jedem Pathos und nationalistischer Überheblichkeit. Die Aufnahme der deutschen Sprache in das Grundgesetz wurde mehrheitlich befürwortet.
Diethold Tietz, Bautzen
s. a. Nachricht der CDU/CSU Fraktion mit Tondokument, Diskussionsbeitrag von D. Tietz bei 2:02
Im Ergebnis wurde folgendes Positionspapier (PDF-Datei) veröffentlicht.















Deutschlandradio vom 7.1.2009
Warum Vielfalt so wichtig ist


Lausitzer Rundschau vom 14.12.2008
Anglizismen im Alltag


Donnerstag, 4. Dezember 2008 (Sächsische Zeitung)

Neues vom Landstreicher
Sprachretter als Prinzen-Texter?

Dieses neue Lied von "Den Prinzen" ist wirklich richtig- ähm, wie sag' ich das jetzt bloß... Eigentlich wollte ich das Wort cool verwenden. Aber genau darum geht's in dem Titel "Be cool speak Deutsch" ja; um die zunehmende Verwendung der englischen Sprache im deutschen Alltag. Ob beim Zugfahren, beim Autokauf oder am Imbiss-Stand - überall werden neumodische Begriff verwendet, die nicht jeder versteht. "Die Prinzen" prangern das auf ihre Weise an; mit Witz und eingängiger Musik. Seit ich das Lied zum ersten Mal gehört habe, frage ich mich, wer den Text geschrieben hat. Und ich werde einen Verdacht nicht los: Das könnten glatt die Leute vom Bautzener Sprachrettungsklub gewesen sein. Schließlich bemühen die sich sehr um den Erhalt unserer Muttersprache. Wenn sie das jetzt auch auf diese Art tun, wäre das echt - ähm - cool. Entschuldigung, dass ich das Wort nun doch benutze. Aber ich finde einfach kein passendes in Deutsch.
Ihr Landstreicher


04.12.2008

Leserbrief zu "Sprachretter als Prinzen-Texter?"

Lieber Landstreicher, zwar sind wir Sprachretter pfiffige Leutchen, aber bis zu Textschreibern der Prinzen haben wir es noch nicht gebracht - also zu viel der Ehre. Kein Wunder, daß du den Text cool findest, schließlich wird es Winter. Uncool finden wir es übrigens wie die Medien mit dem lobenswerten CDU-Parteitagsbeschluß "Deutsch ins Grundgesetz" umgehen. Wenn Deutschland sich eines Tages zum 51. US-Bundesstaat erklären wird, schreiben wir auf alle Fälle einen Text für die Prinzen, versprochen!
Diethold Tietz, Bautzen


DIE WELT vom Sonnabend, 13. September 2008

Noch ist unsere Sprache nicht verloren

Artikel auf Seite 1 zur Eröffnung des Hauses der deutschen Sprache in Köthen


Sächsische Zeitung vom Dienstag, 9. September 2008

Merkel kritisiert Anglizismen im Deutschen


München. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert die große Anzahl englischer Begriffe in der deutschen Sprache. Dadurch drohe die deutsche Sprache immer unverständlicher zu werden, sagte Merkel gestern bei einem Besuch der Münchner Zentrale des Goethe-Instituts: "Die Sprache Goethes ist eine attraktive Sprache." Es müsse gekämpft werden, damit das Deutsche als "selbstbewusste Sprache" nach vorne gebracht werden könne. Sie warnte davor, Sprachschüler im Ausland könnten das Gefühl bekommen, ihr Deutschkurs sei "ein halber Englischkurs". Merkel betonte die Wichtigkeit der auswärtigen Kulturarbeit in Zeiten der Globalisierung. Je mehr die Welt sich vernetze, desto mehr sei das Kennen anderer Kulturen von außerordentlicher Bedeutung. Damit sei die Aufgabe des Goethe-Instituts aktueller denn je. Es sei international "das Symbol für kulturellen Austausch" mit Deutschland und leiste einen ganz wesentlichen Beitrag dazu, "Barrieren zwischen den Ländern abzubauen". (ddp)


Sächsische Zeitung vom Sonnabend, 5. Juli 2008

Mordgelüste im Reich der Sprache


Die Sprach-Mafia macht keine Gefangenen. Wo sie zuschlägt, wächst kein Gras mehr. Der Genitiv wird zugunsten des Dativ abgemurkst. Das harmlose „s“ am Ende eines Namens bekommt fast immer ein Apostroph vor die Nase geknallt. Nebensätze, die mit „weil“ beginnen, werden rabiat aufgemischt („weil das klingt einfach besser“). Das schöne Wortpaar „Sinn haben“ wird in die Scheidung getrieben – zugunsten der Zwangsehe von „Sinn machen“.
Und nun soll auch noch das Wörtchen „als“ dran glauben. Gestern fuhr der Beweis dafür durch Bautzen. „Nichts ist schöner wie Reisen“ stand in großer Schrift auf einem Bus. Früher hätte ich gelächelt. Heute ahne ich: Das ist kein harmloser Schreibfehler, hier kündigt sich der nächste Angriff der Sprach-Verhunzer an.
Drei, vier Jahre noch, dann wird sich die „Als-wie-Schwäche“ wie ein Fieber im Alltag verbreiten, bis am Ende ein jeder glaubt, es habe schon immer geheißen, dass der Dieter größer wie der Rainer ist. Sie wissen schon, der Dieter von „Dieter’s Imbiss“. Der muss es einfach sein, weil sonst macht das keinen Sinn,
Ihr Landstreicher



Mitteldeutsche Zeitung vom Montag, 23. Juni 2008

«Denglisch» nimmt vielfach überhand

von Sabine Brzezek

Köthen/MZ. Zum zweiten Mal lud die Neue Fruchtbringende Gesellschaft (NFG) am Freitag und Sonnabend zum "Köthener Sprachtag", dessen zahlreichen Gästen aus ganz Deutschland sich ein interessantes und abwechslungsreiches Tagungs- und Unterhaltungsprogramm bot...
...Zum 2. Köthener Sprachtag stellten sich die verschiedensten Sprachvereine mit ihren Zielen und Inhalten vor und diskutierten Möglichkeiten der Sprachpflege. Neben der NFG waren beispielsweise vertreten die Aktion Deutsche Sprache, der Sprachrettungsklub Bautzen, der Verein für Sprachpflege, der Pegnesische Blumenorden, der Arbeitskreis Deutsch als Wissenschaftssprache und andere...
(MZ-Foto: Heiko Rebsch)

Diese beiden und zwei weitere Mitglieder unseres Sprachrettungsklubs nahmen an der Tagung teil

Hier klicken => Vollständiger Text des Artikels




Sächsische Zeitung vom Dienstag, 26. Februar 2008

Der Hüter der deutschen Worte

Von Jana Ulbrich

"In Bautzen zu Hause" ist ein Werbespruch ganz nach seinem Geschmack: Vor zehn Jahren ist Diethold Tietz angetreten, die deutsche Sprache vor Verfremdung und unsinnigen Anglizismen zu retten. Der 65-jährige Bautzener hat damit schon so manchem die Augen geöffnet.

Foto: SZ/Uwe Soeder



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Deutsche Sprachwelt - Paulwitz vom 21.2.08 zum Tag der Muttersprache

Verkauf: Deutsche Sprache

Nach der Versteigerung der deutschen Sprache über Ebay zum Tag der Muttersprache 2003 und dem Verkauf einzelner Wörter im Rahmen einer "Wortpatenschaft" seit dem Tag der Muttersprache 2006 hat sich der Verein Deutsche Sprache (VDS) zum diesjährigen Gedenktag ein neues Geschä ftsmodell ausgedacht und dabei eine alte Idee aufgegriffen. Für Beträge zwischen 800 und 9.000 Euro bietet der Verein nun ein "Gütesiegel" an und setzt damit auf diesem Markt sogleich Höchstpreise. Bei anderen Anbietern gibt es ein solches Gütesiegel bereits ab 20 Euro. Der Bautzener "Sprachrettungsklub" vergibt das Zertifikat "Wir sprechen die Sprache unserer Kunden" nach genauer Prüfung sogar kostenlos. Das VDS-Sprachsiegel heißt "klar, logisch, treffend" - und "teuer", möchte man hinzufügen.

"Die Welt-online" vom 20. Februar 2008, von Sören Kittel


Die Verteidigung der Wörterwelt

Reiner Kunze zum Tag der deutschen Sprache in Köthen





Mitteldeutsche Zeitung vom 22.8.2007




"Die Welt" vom 21.8.2007br>



DIE ZEIT Donnerstag, 26. Juli 2007

Die verkaufte Sprache

Aus dem Kreis der Weltsprachen ist das Deutsche schon verschwunden. Nun wird es auch in seiner Heimat zum Sanierungsfall.
Wortlaut hier herunterladen

Sächsische Zeitung Dienstag, 27. März 2007







Mit Goethe gegen Denglisch

Von Heiko Engel

Bautzener Sprachretter fordern mehr deutsche Bezeichnungen, Lehrer arbeiten mit deutschen Klassikern gegen die Sprach-Vermischung an. Geschäfte nennen sich "Shops", Einkaufszentren werden zu "Centern", statt einer Pauschale gilt jetzt die "Flatrate" - Berliner Unions-Parlamentarier wehren sich gegen Englisch und dem deutsch-englischen Mischmasch Denglisch. Viele Menschen würden kein Englisch sprechen, könnten sich ausgegrenzt fühlen, argumentieren sie. Die Politiker fordern deshalb mehr "sprachlichen Verbraucherschutz".

Geschäfte haben reagiert

Bautzen ist der Bundeshauptstadt vielleicht schon einen klitzekleinen Schritt voraus. Diethold Tietz vom Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz jedenfalls sticht beim Stadtrundgang ins Auge: Das Sprachmischmasch hat sich verringert. Sicher, da gibt es die Wellness-Grotte oder den Elektro-Shop. Aber Der Vereinsvorsitzende erinnert sich noch gut an eine Aktion des Klubs vor einigen Jahren. "Da haben wir nicht so lange suchen müssen." Geschäftsleute hätten wahrscheinlich festgestellt: Deutsch statt Denglisch sei Kunden wohl sympathischer, meint Tietz. "Denglisch kotzt die Menschen an." Und noch etwas falle auf: Über den Sprachmischmasch ärgern sich nicht nur ostdeutsche Rentner. "Das ist eine verzerrte Wahrnehmung." Deutschlandweit und generationsübergreifend errege Denglisch Anstoß.
Dass es auch anders geht, will die "Aktion Deutsche Sprache" mit einem Fotowettbewerb beweisen. In der Jury vertreten sind auch die Bautzener Sprachretter. "Auch mit der deutschen Sprache können einprägsame, werbewirksame Firmenbezeichnungen gefunden und Kunden vor die Schaufenster gelockt werden", sagt Tietz. - Mit "Sprachpflege" arbeitet Andreas Kämpe, Leiter des Bautzener Schiller-Gymnasiums, gegen die Sprachvermischung an. "Wir bleiben zum Beispiel bei den klassischen Werken, wie sie der Lehrplan vorschreibt." Computer und Fernsehen machen den Pädagogen das Leben aber schwer. Viele von Kämpes Schülern sitzen stundenlang vor der Flimmerkiste, lesen zu wenig. Die Folgen zeigen sich im Klassenzimmer: Lehrer beobachten eine "Verflachung" des Wortschatzes.

Das Schiller-Gymnasium legt zwar Wert auf ordentliches Deutsch, aber englische Begriffe in deutschen Sätzen sind nicht verpönt. "Da, wo es angebracht ist, können englische Fachbegriffe verwendet werden", sagt der Schulleiter. Und auch im Alltag konnte sich der ein oder andere Anglizismus durchsetzen: Das Wort "Flyer" etwa ist so ein Fall. Weil die Gestaltung anspruchsvoller sei, treffe das deutsche Wort "Flugblatt" nicht mehr den Kern der Sache. Die hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Maria Michalk unterstützt zwar die Sprach-Bemühungen der Fraktionskollegen, nennt ihre Internet-Prä senz auch schon lange nicht mehr "Homepage" sondern "Informationsseiten." Um die Lausitz hat sie trotzdem keine Angst. "Meine Heimat ist nicht total verenglischt. Vor allem in Berlin fällt mir das total auf." Für Maria Michalk geht es aber nicht nur um Worte, sondern auch um Sprachbewusstsein. "Wir sollten uns deshalb selber disziplinieren." Auch Dirk Mittrach von der Bautzener Verbraucherzentrale bleibt gelassen. Oft erschließe sich der Packungsinhalt trotz eines unverständlichen Produktnamens. Kunden sollten ohnehin nur kaufen, wenn sie verstehen worum es geht oder einfach beim Personal nachfragen. Verständnis-Probleme könnten vielleicht Englä nder bekommen, gibt Mittrach zu bedenken: "Handys" zum Beispiel gibt es nur in Deutschland.

Kommentar SRK: "Flyer" ist ein untaugliches Beispiel, man sollte "Faltblatt" sagen, das kann "anspruchsvoll gestaltet" werden.
WochenKurier Bautzen, 21.02.2007

Bautzener Ideen weitertragen

Sprachretter wirken nun auf nationaler Ebene

Der Bautzener Sprachrettungsklub trat kürzlich der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen/Anhalt bei. WochenKurier sprach mit Diethold Tietz, der in den Vorstand gewählt wurde.

Was erhofft sich der Verein durch den Beitritt?

Als Mitbegründer der Gesellschaft wollen wir auch Mitgestalter der fruchtbringenden Sprachkritik und Sprachpflege sein. Zudem sind wir eigennützig genug, durch diese Partnerschaft den Bekanntheitsgrad unserer eigenen Sprachretter-Aktivitäten zu intensivieren.

Mit Erfolg?

Ja. Bereits jetzt haben sich Interessenten aus 25 Ländern auf unserer Internetseite umgesehen. Dort werben wir nicht nur für die deutsche Sprache, sondern zugleich für unsere Stadt und unsere Region.

Was genau ist Ihr Ziel als Vorstandsmitglied?

Ich sehe meine Hauptaufgabe darin, den wissenschaftlich-historischen Anspruch gleichberechtigt durch zeitgemäß bürgernahe Aspekte zu ergänzen.

Werden Sie auch einige Bautzener Einflüsse einbringen?

Sicherlich. Der Vortand wird sich bald mit der Ausschreibung eines Sprachpreises für Kinder und Jugendliche befassen, hier wird das Bautzener Vorbild gewiß Pate stehen. Auch die Bautzener Aktion "Wir sprechen die Sprache unserer Kunden" soll nach Sachsen-Anhalt und womöglich nach ganz Deutschland "exportiert" werden.
Es fragte Katja Starke


Im Mitteilungsblatt Bautzen, 27. Januar 2007

Bundesweite Sprachgesellschaft gegründet - Bautzener im Vorstand

In Köthen wurde jetzt die "Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen/Anhalt" gegründet. Sie erinnert an die "Fruchtbringenden Gesellschaft" (auch "Palmenorden" genannt). Dies war die erste und bedeutendste deutsche Sprachgesellschaft. Sie entstand 1617 in Weimar, hatte ihren ersten Sitz in Köthen und bestand bis 1680. Mit der Neugründung soll bewahrenswerte Tradition mit den Erfordernissen heutiger Sprachkritik und Sprachpflege verbunden werden. Eines der ehrgeizigen langfristigen Ziele ist es, in Köthen ein Haus der deutschen Sprache einzurichten und alle Kräfte guten Willens zu bündeln. Zu den kurzfristigen Vorhaben zählt ein Sprachwettbewerb für Kinder und Jugendliche. Die Vereinsgründung wurde maßgeblich von OB Kurt-Jürgen Zander (SPD) vorangebracht. Zu den Initiatoren zählte auch der Bautzener Diethold Tietz. Die 20 Gründungsmitglieder wählten Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg zur Vorsitzenden, Tietz gehört dem Vorstand an. Der "Sprachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz" erklärte seinen Beitritt. Er wird insbesondere durch seine Bürgernähe die Tätigkeit des neuen Vereins beleben. Diethold Tietz, Spachrettungsklub Bautzen/Oberlausitz e.V.


Im SPIEGEL Nr. 40 vom 2.10.2006

Rettet dem Deutsch - Die Verlotterung der Sprache

Bitte selber lesen!
Kommentar von Diethold Tietz: Die pure Lust für alle, die etwas gegen unser heute allgegenwärtiges Schimpansendeutsch einzuwenden haben und die auch nicht danach streben, 51. US-Bundesstaat zu werden.
Auf 14 Seiten gibt es Ergötzliches über "Deutsch for sale" (dramatische Verlotterung unserer Sprache mit der Sucht, alles angelsächsisch "aufzupeppen"), "Grammatik als Comedy" (Bastian Sick als "Begeisterer der Massen") und "Apokalyptische Erfahrungen" (BundestagspräsidentNorbert Lammert über den Stellenwert des Deutschen in Europa).
Es rechnet sich, dieses Highligth noch vor der Deadline zu ordern!
best regards!



In der BamS vom 1. Oktober 2006

Deutsche gegen Englisch-Mischmasch

HAMBURG - Die Mehrheit der Deutschen lehnt Anglizismen in Werbung und Medien ab. Das ergab eine Umfrage von TNS Infratest im Auftrag vom "Spiegel". 66 Prozent der 1000 Befragten meinten, englische Begriffe seien "im Großen und Ganzen" überflüssig. 74 Prozent störten sich besonders an deutsch-englischen Mischwörtern. Nur 27 Prozent fanden, dass die neuen Ausdrücke die deutsche Sprache bereichern.



Übersetzung aus der sorbischen Abendzeitung Serbske nowiny vom 31. Mai 2006

Die Sorge um Sprache und Stil

Bautzen (CK/SN). Für den 100.Klubabend des Bautzener Sprachrettungsklubs hatte Jurij Brezan einen Vortrag über die Sprachkultur zugesagt. In Erinnerung an den im März verstorbenen Schriftsteller fand gestern in der „Spreepension“ eine Lesung aus seinen Aufzeichnungen über Sprache und Stil statt.

Der Mitbegründer des Klubs, Sieghard Kosel, brachte viele Beispiele, die Brezan als „ Personifikation des neuen Sorbentums und dessen Öffnung in die Welt“ dokumentierten. Er stellte den Verstorbenen auf eine Ebene in der Sprachgewandtheit mit Kant und in der Sprachklarheit mit Strittmatter. Neben diesen beiden gehört Brezan zu den beliebtesten Schriftstellern der Literatur der DDR. Dass er auch bei den deutschen Lesern eine gutes Echo fand, lag an seinem Umgang mit der Sprache. Er hat nie übersetzt, sondern immer in der anderen Sprache gedacht. „ So reichten ihm im Sorbischen für die Beschreibung einer (sorbischen- d.Ü. ) Hochzeit einige Zeilen. Die selbe Szene dem deutschen Leser beizubringen war für ihn eine gehörige Portion Arbeit“, sagte Kosel.

„ Wir bekamen Brezan aus einer bisher unbekannten Sicht vorgestellt. Seine Nähe zu unserer Sprache war uns Nichtsorben so nicht bewusst“, meinte der Klubvorsitzende Diethold Tietz. Brezans kritische Betrachtung des Umgangs mit der Sprache entspricht auch den Zielen des Bautzener Klubs. „ Auf jeden Schriftsteller - auch auf den guten - wird nicht gehört, wenn ihn die nachfolgenden Generationen nicht lesen“, fügte Horst Gröger hinzu. Im Falle von Brezan möchten die Mitglieder des Vereins dazu beitragen, dass Brezan unvergessen bleibt.


Aus dem Wochenkurier Bautzen vom 31.05.06


Zu „Skater beeindrucken das Publikum auf der Platte“, 4.5., S. 18, schreibt Diethold Tietz aus Bautzen in der SZ vom 10.05.2006:

Genitiv meuchelt doch den Dativ

Die Bildunterschrift verrät, dass Clemens mit dem frontside tailslide auf einer Funbox beim „destroy the car“ Contest übt. Das reizt natürlich ungemein, im Text mehr zu erfahren, obwohl bereits in der Ü berschrift vereinzelte deutsche Wörter mächtig stören. Können die Kids denn solche veraltete Sprach-Brocken wie „Hintergrund“, „Platte“ und „Auto“ überhaupt noch verstehen?

Doch der Text versöhnt: bei einer guten Location slideten die Jungs (?) an der Rail, zumal auch auf der Bühne performt wurde.

Rätselhaft bleibt, was das ganze mit einer „Parkur“ zu tun hatte, da ja in Bautzens Innenstadt an Feiertagen ohne Parkuhr geparkt werden darf. Oder sollte gar ein Parcours gemeint sein?

Übrigens hat sich Bastian Sick, der beliebteste Deutschlehrer der Nation, gewaltig geirrt, wenn er behauptet: „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“. Mit der Formulierung „Getreu des Slogans...“ meuchelt ganz im Gegenteil der Genitiv den Dativ! Kurzum, die Lektüre ist ein Gewinn. Schließlich erfährt man auch, dass eine Bank nicht nur ein Geldinstitut ist, die Bank ist obendrein ein pyramidenfö rmiger Körper. Oder ist diese Bank eine „Bänk“?


Sächsische Zeitung Dienstag, 4. April 2006


Sächsische Zeitung Samstag, 1. April 2006

Rettet die deutsche Sprache

Da ich als Dauer-Wanderer stets Durst habe und demzufolge so einiges zum Umsatz eines hiesigen Mineralwasser-Herstellers beitrage, hatte mich das Unternehmen dieser Tage eingeladen. Ich durfte dabei sein, wie der Firmenchef und ein bekannter Fußball-Lehrer auf weitere gute Zusammenarbeit anstießen – natürlich mit Wasser. Der Mann sei ein guter „Coach“, hieß es da, und für das „Open“ genau der richtige Partner. Und überhaupt – wie das Miteinander von Firma und Region funktioniert, sei ein prima Beispiel für „Private Public Partnership“.

Das Ganze fand übrigens im Sächsischen Landtag in Dresden statt. Ich empfehle den Veranstaltern, das nächste Mal in den Bundestag nach Berlin einzuladen. Denn dort wird ab sofort ein gutes Deutsch gepflegt. Dazu haben sich in seltener Einigkeit Bundestagsabgeordnete fast aller Parteien verpflichtet. Angeregt fühlten sie sich übrigens auch durch den Sprachrettungsklub Bautzen. Ich unterschreib jetzt ganz bewusst nicht mit „Your vagabond“, sondern bin wie immer

Ihr Landstreicher

Sächsische Zeitung Dienstag, 21. März 2006

Michael Guggenheimer (li.), Autor des Buches „Görlitz. Schicht um Schicht“ aus dem Bautzener Lusatia Verlag, kam am Leipziger Messestand mit Verlagsleiter Frank Stübner ins Gespräch.

Foto: Carmen Schumann

Großer Zuspruch für Lausitzer und sorbische Literatur Von Carmen Schumann Töpferstraße. Neben Domowina- und Lusatia Verlag präsentierte sich auf der Leipziger Buchmesse auch der Sprachrettungsklub.

Der Tod des „großen alten Mannes der sorbischen Literatur“, Jurij Brezan, war für die beiden Bautzener Verlage auf der Leipziger Buchmesse das zentrale Thema. Denn sowohl der Domowina- als auch der Lusatia Verlag hatten große Pläne für den Messeverlauf, aber auch für die Zeit danach. Wer konnte schon ahnen, dass der Freitag, der Tag, für den eine Lesung mit Jurij Brezan angesetzt war, der Tag seiner Beisetzung werden würde?

Doch die Lesung musste nicht ausfallen. Auf Initiative von „Leipzig liest“ fand eine Gedenklesung im Franz-Mehring-Haus statt. Der Leipziger Schauspieler Peter Wilczynski trug rund 60 Besuchern die noch vom Dichter selbst ausgewählten Texte aus der Neuerscheinung „Die Jungfrau, die nicht ins Bett wollte“ vor. „Es war eine sehr anspruchsvolle Veranstaltung, die eine große Resonanz fand“, sagte Verlagsmitarbeiterin Manja Bujnowska. Viele Besucher am Messestand hätten ihr Bedauern über den doch unerwarteten Tod dieser großen sorbischen Persönlichkeit ausgedrückt. Denn trotz seines hohen Alters steckte der Dichter nach wie vor voller Pläne.

So hatte er sich ausdrücklich gewünscht, dass seine jüngste Erzählung „Der alte Mann und das enge Weite“ beim Lusatia Verlag erscheint. Dieses Buch ist derzeit in Arbeit und kommt im Mai heraus. Und natürlich musste auch Verlagsleiter Frank Stübner viele Fragen zu Brezans Tod beantworten. „So ist nun seine letzte Erzählung das erste Brezan-Buch, das in unserem Verlag erscheint“, sagt der Verlagsleiter, der zu Leben und Werk des Schriftstellers promoviert hat.

Der Rekordbesuch der Buchmesse schlug sich natürlich auch bei den Bautzener Verlagen nieder. „Es war eine richtig tolle Messe mit vielen Besuchern und vielen Fragen“, bilanziert Frank Stübner. Er war zum dreizehnten Mal dabei und konnte so viele Bestellungen wie noch nie zuvor entgegennehmen.

Promis am Lusatia Stand

Am Stand ließen sich auch zahlreiche prominente Persönlichkeiten sehen, so Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee, Staatssekretär Dr. Albert Hauser und die Autoren Michael Guggenheimer aus der Schweiz und Hannelore Lauerwald. Deren Buch „Goethes Minchen in Görlitz“ steht am kommenden Sonntag im Mittelpunkt der Reihe „Literatur vorMittag“ im Bautzener Burgtheater. Erstmals zur Leipziger Buchmesse anwesend war auch der Bautzener Sprachrettungsklub, der seinen neuen Internetauftritt präsentierte. „Ich wurde oft gefragt: Was erreicht Ihr denn?“ berichtet Diethold Tietz, der Vereinsvorsitzende. „Dann kann ich darauf verweisen, dass die Bautzener Kreisverwaltung 2005 in ihren Ankündigungen Event durch Veranstaltung ersetzte und die Oberlausitz Kliniken die Bezeichnung Stroke-Unit mit dem Zusatz Schlaganfall-Intensiv-Station ergänzten.“ Auch, dass die Band „Silbermond“ das Wort Soundcheck durch Klangprobe ersetzten, schreiben sich die Sprachretter zu. Am Messestand sammelte Diethold Tietz 144 Meinungen darüber ein, wie viele Politiker sich wohl an einer von der „Deutschen Sprachwelt“ initiierten Selbstverpflichtung zu gutem Deutsch beteiligen werden. Die Bautzener Bundestagsabgeordnete Maria Michalk war eine der ersten, die es tat.