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Ohne Briefe verlören wir unsere Sprache

25. 02. 2020

Leser

Der Sprachrettungsklub Bautzen/OL. e.V. lud in die Gaststätte Lusatia zu dem Vortrag

„Werden heute noch Briefe geschrieben?"

Die Idee dazu kam durch Diskussionen im Verein. Macht denn die schnelle fortschreitende Technisierung unsere schöne Sprache kaputt? Werden dem Gegenüber nur noch Wortfetzen weitergeleitet? Eine schnelle Kontaktnahme mit Eltern, Großeltern, Freunden soll das Gewissen beruhigen, schon lange war ein Zusammentreffen, ein gegenseitiges Zuhören notwendig. - Zeit! - So rennen wir allen Ereignissen hinterher und der Strudel treibt uns, die Sprache verkümmert.

Ich wendete mich an Schüler und eine Deutschlehrerin des Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Bautzen. Ja, im besonderen Fall schreiben die jungen Menschen noch Briefe. Es wurden vier Briefe von Schülern der Klasse 7 gelesen. Da ging es inhaltlich um die Akzeptanz der Älteren zur Jugend und umgekehrt. Können die Jungen nicht auch Recht haben? Gibt es das Toleranzverhalten in den Generationen?

Die Schüler der 12. Klasse schrieben zum Thema: "Die Liebenden der Welt und ihre Gleichheit".

Krieg, Fremdenhass und Flüchtlingselend - die Gleichheit aller Menschen, gleich welcher Rasse und Religion, entfernt sich immer mehr in ein Reich der Utopie. Ein anderes Thema war: "Die Welt, wie sie von uns zerstört wird".

Von den Anwesenden erhielten die Schüler für das Lesen ihrer Briefe viel Lob.

 

Die Musikanten

Im Anschluss spielten und sangen sie passende Lieder in englischer Sprache. Warum nicht deutsch? Sie wiesen auf die Globalität hin und Vieles ließe sich in deutscher Sprache zu schlecht ausdrücken (?). Nach Einwänden unserer Mitglieder begründeten sie die Auswahl passender damit, dass sie in ihrem Leistungskurs Englisch gerade diese einstudierten. Zum Musikspiel benutzten sie besondere Instrumente: eine Ukulele und eine Art Rassel.
 Die Schüler erhielten Beifall für ihre Darbietung. Besonderer Dank gilt der Deutschlehrerin Frau Delling und den Schülerinnen Flora Beutel, Alexa Ritter und dem Schüler Martin Gelfort aus der 12. Klasse.
 
Text und Fotos: Reingard Böhmer

 

 

 


 

 

 

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Unser Diamant

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